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Schlagwort-Archive: Horror

Das geheime Vermächtnis – Kathrine Webb

Das geheime Vermächtnis

Kathrine Webb

Diana Verlag, 2011

978-3453355460

9,99 €

Nach dem Tod ihrer Großmutter erben die Schwestern Erica und Beth das Gut Storton Manor im englischen Wiltshire. Jahre sind vergangen, seit sie den herrschaftlichen Landsitz zuletzt betraten, zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an ihre Kindheit, als ihr Cousin Henry mit zwölf Jahren spurlos verschwand. Doch die Vergangenheit lässt Erica nicht los. Sie liest alte Briefe ihrer Großmutter und gerät immer tiefer in den Bann eines Familiengeheimnisses, das offenbar seit Generationen auf Storton Manor gehütet wird …

Manchmal eine Familiengeschichte zu lesen, ist in Ordnung für mich. Vor allem wenn ich das Gefühl habe, dass der Zeitraum recht interessant sein könnte. Auch das es hierbei um Briefe geht, die gelesen werden, hörte sich nicht schlecht an.

Stator Manor ist mal wieder ein englisches Herrenhaus. Und was sagt man von englischen Herrenhäusern? Das sie ohne geheimnisvolle Ecken, Gänge und ähnliches nicht auskommen. So ist es auch bei diesem Haus. Und als die Verwandschaft, die natürlich verschroben und unfreundlich war stirbt, erben die beiden Schwester das Haus. Die Grundsituation ist also altbekannt, neu ist, dass Beth gerade Depressionen mit sich herumträgt und dauernd Traurigkeit in der Luft liegt.

So ist es Erica, die beginnt die Vergangenheit wieder aufleben zu lassen und die, die sympathischere von beiden ist. Jedenfalls kam es mir so vor, denn Beth fing an mich zu nerven. Natürlich sind Depressionen eine Krankheit, aber als Leser immer mit der Angst zu leben, dass bald jemand in seinem eigenen Blut dort liegen würde, empfand ich als anstrengend. Vor allem, weil der Kampf gegen die Depression für Erica, mich an den berühmten Kampf gegen die Windmühlen erinnerte.

Die Briefe und die Vergangenheit der Großmutter wiederum waren interessant. Wie in jeder Familie mit Geld, gab es auch hier Schatten, die sich über die Familie senkten. Nun fragte man sich dauernd was noch passieren würde. Also dann eine bestimmte Person auftauchte, war schnell klar, dass es Ärger geben würde. Leider wird der Roman genau an dieser Stelle sehr durchsichtig. Fast sofort stellten sich bei mir Gedanken ein, wie der Roman wohl enden würde. Zu 70 % hatte ich dann auch Recht. Nur einmal noch konnte mich der Roman überraschen. Womit wird natürlich nicht verraten.

Das Setting hat mir gefallen, aber aus dem Geheimnis hätte  man noch etwas mehr machen können. Außerdem empfand ich die Lösung der Vergangenheit und die damit sich aufklärenden Dinge, zu einfach und zu durchsichtig für den Leser.

Deswegen gibt es drei Bücherpunkte von mir.

 
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Geschrieben von - April 7, 2012 in Frauenromane, Romane

 

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Ghost Street – Josh Ericson

Ghost Street

Josh Ericson

Ueberreuther, 2011

978 380 005 642 2

14,95 €

Manchmal kann Joggen gefährlich sein. Als Alessa ihren Frust wegjoggen will, sieht sie wie jemand einen Sack eine Brücke hinab wirft. Der Sack bewegt sich und ohne nachzudenken, springt Alessa hinterher.Sie ist zu spät. Die Frau starrt sie mit leeren Augen an. Alessa bedrängt eine Erinnerung an einen Mord in den 60ern der ähnlich war. Was hat es damit auf sich? Schlägt der berüchtigte Ku-Klux-Klan zu? Nicht nur Alessa gerät in Gefahr … Aber da ist auch noch dieser eigenartige Mann, der nachts auf einem Friedhof auftaucht. Was hat er mit diesem Mord zu tun?

Wirklich mysteriös finde ich das Cover. Die Augen funkeln und blicken einen starr an und wirken trotzdem lebendig. Außerdem gefallen mir die Ranken und die Aufmachung als würde ich einen Grabstein in der Hand halten.

Es soll ein Mystery-Thriller sein. Gespannt auf die Mischung, werde ich sofort in einen Mord verwickelt. Mich graust es, denn der Mörder scheint skrupellos zu sein und trägt eine Mütze, die sein Gesicht bedeckt.

Alessa begibt sich erst in die Gefahr den Sack zu retten und auch später fordert sie oft ihr Schicksal heraus. Manchmal dachte ich daran, dass sie einfach lebensmüde ist. Dazu hat sie eigentlich keinen Grund, immerhin arbeitet sie bei der Staatsanwaltschaft und müsste wissen, dass gewisse Dinge gefährlich sind.

Der Mordfall entwickelt sich für einen Thriller typisch. Es gibt eine Leiche, die Polizei schaltet sich ein und Alessa ermittelt auf eigene Faust. Geschickt werden wir durch Kapitel geführt, die sich mit der Polizei und Alessa beschäftigen, während andere Kapitel eine Sicht auf den Mörder erlauben. So ist die Bezeichnung Thriller völlig korrekt und dieser Teil ist auch jugendlich spannend.

Die Ermittlung ist auch gar nicht so einfach, denn es entwickelt sich auch etwas, das mit dem Rassenkonflikt Schwarz-Weiß zu tun hatte. Wie sehr solche Dinge noch die Gegenwart und Zukunft beeinflussen, kann man hier gut sehen. Diese Informationen sind nett verpackt, geben Einblick, sind aber nicht langweilig.Nun zum Mystery im Thriller ;)  Dieser Anteil hat mir nicht gefallen. Die Erscheinungen und Träume die Alessa hat passen manchmal nicht ins Bild. Oft stören sie mich und reißen den Leser aus der Spannung des Thrillers hinaus. Es ist auch unlogisch, wie sehr sich ein realistischer Mensch (Alessa) sich plötzlich aus Mysterien einlässt. Die Beeinflussung ist so groß, dass ich manchmal an ihrem Verstand zweifele.

Außerdem wirken manche Szenen unwirklich und beeinflussen auch die Polizei und deren Glaubwürdigkeit. Schade, denn wenn der Thriller weiter gewirkt hätte, hätte ich sicher 4-5 Bücherpunkte vergeben. So sind es 3 Bücherpunkte geworden, da mich der Mysterien-Anteil sehr gestört hat.

 
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Geschrieben von - März 5, 2012 in Horror, Jugendbücher

 

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Schauergeschichten vom schwarzen Schiff

Schauergeschichten vom schwarzen Schiff

Chris Priestley

Bloomsbury, 2011

978 3 8270 5422 7

15,90 €

Es gibt Dinge  auf dem Meer, ob in seiner dunklen Tiefe oder an der schimmernden Oberfläche treibend, die man nicht auf irgendwelchen Seiten in irgendwelchen Büchern findet. Sie werden mit gedämpften Stimmen von Schiff zu Schiff und von Seemann zu Seemann weitergegeben.

Ist es nicht schön, davon zu träumen, dass Geschichten noch mündlich weitergegeben werden? Das sie sich verändern können, weil jeder sie ein bisschen anders erzählt? Ich finde es schön, Chris Priestleys Bücher zu lesen, denn immer gibt es einen Erzähler, dem ich lauschen kann. Dann bin ich wieder Kind, sitze auf dem Boden oder einem Sessel vor dem Kamin und höre einfach nur zu.

Diesmal ist der Erzähler ein Seemann und mit mir sitzen zwei Kinder um ihn herum. Plötzlich im Sturm war er da und lange Zeit grauste ich mich vor ihm. Seine Stimme in meinem Kopf ist etwas knarzig, etwas rauchig. Er riecht nach Meer, nach Sturm, nach altem Schiff. Er wird mich zum Gruseln bringen, er wird mir Geschichten erzählen, die alle mit dem Meer zu tun haben und fast am Ende des Abends, wird er mir die eine Geschichte erzählen: Die Geschichte vom schwarzen Schiff.

Aber bis es soweit ist, sitze ich hier und lausche ihm gespannt. Spitze die Ohren, als er von einem harmlosen Jungen erzählt, der lacht, egal, ob sich jemand den Kopf stößt oder den Finger abschlägt. Ich weiche zurück, als er von Schlamm erzählt, der auch auf einem Schiff auftauchen kann und schaue sogar nach, ob er Schlamm an seinen Schuhen hat.

Immer wieder möchte der Seemann gehen, doch wir halten ihn zurück. Erst ist es der Sturm, dann ist es der Regen und zum Schluss ist es die Wahrheit, die uns drei Kinder überrascht. Die mich traurig macht und die wieder ein perfektes, schauerliches Ende ist.

Die Märchenstunde ist vorbei. Ich sitze wieder allein, auf meinem Sofa, in meiner Wohnung und schließe den Buchdeckel. Bis zum nächsten Mal, wenn Chris Priestley wieder Geschichten erzählt.

 
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Geschrieben von - September 16, 2011 in Fantasy, Horror, Jugendbücher

 

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Sissi, die Vampirjägerin – Claudia Kern

Sissi, die Vampirjägerin – Claudia Kern

PaniniBooks, 2011

978 3 8332 2254 2

Wer kennt sie nicht: Sissi. Ich gebe zu: Ich liebe sie. Sie ist mein Laster. Egal, ob die Filme mit Romy Schneider, egal ob Bücher, Fotos oder Wien selbst (Traumurlaubsziel), es gibt nichts,was ich nicht gesehen habe. Natürlich musste ich also dieses Buch auch ausprobieren.

Wien im 19. Jahrhundert, auf den ersten Blick ist Sissi das unbeschwerte Mädchen mit ihrer Schwester Néné und ihren Brüdern. Die Zeit stimmt, der Ort, Possenhofen, kommt einem bekannt vor, kurz: Man fühlt sich zuhause! Aber dann schleichen sich erste witzige Momente ein. Sissi lernt mit einem Beidhänder zu schießen? Néné kann eine Bombe basteln? Da ist was im Buch! Und zwar eine Verschwörung. Denn der ganze Hochadel wird von Vampiren gestellt, Kaiser Franz ist einer von Ihnen. Nicht jeder weiß darüber Bescheid, aber Sissis Papa kämpft an vorderster Front.

Doch wie wir alle wissen, verliebt sich Franz in die Sissi. Was nun? Sie kann doch noch nicht mal das Hofzeremoniell. Und Vampire sind doch ganz kalt ( auch im Bett ;) )… Nicht nur, dass diese kleinen Probleme vorhanden sind, nein es kommen auch noch Gefühle ins Spiel…..

Vorab: Nehmt das Buch  nicht so ernst, ansonsten hat es keine Chance mit seinem morbiden Charme zu überzeugen.

Am Anfang orientiert sich Claudia Kern noch sehr stark an den geschichtlichen Daten und man kann so die Geschichte gut verfolgen. Vieles kommt einem bekannt vor, irgendwo hat man schon einmal davon gehört. Im späteren Verlauf allerdings, biegt sie sich einige Dinge zurecht und lässt einige geschichtliche Begebenheiten einfach weg. Das ist mitunter zwar sehr schade, aber nachvollziehbar, da das Buch nicht ernst gemeint ist und nicht jeder Fitzel wiedererkannt werden muss.

Das ganze Buch ist sehr locker geschrieben und wird noch zusätzlich durch kursive Texte am Anfang jedes Kapitels interessant gestaltet. Denn in diesen Texten erfährt man mehr über die Geschichte und Mythen der Vampire.

Leider, und das war mein Problem, werden die Witze schnell alt. Man lacht einmal weniger und irgendwann sitzt man nur noch da und liest das Buch “einfach” zu Ende. Der Reiz des Neuen kann nicht die ganze Zeit aufrechterhalten werden. Zu dem überreizt sie am Ende ziemlich meine nerven. Plötzlich muss alles passend gemacht werden und eine Sache auf die man immer gewartet hat, tritt nun endlich, aber sehr unpassend, ein.

Ein Buch, dass durch Originalität zwei Bücherpunkte verdient hat und einen für die doch geschichtliche Festigkeit mit der es trotzdem aufwartet.

 
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Geschrieben von - August 3, 2011 in Horror

 

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Stolz und Vorurteil und Zombies – Grahame-Smith

Stolz und Vorurteil und Zombies

Jane Auten & Seth Grahame – Smith

PaniniComics, 2010

978 3 86201 012 7

16, 95 €

Man kennt es als “Die düstere Pest” und ihre beklagenswerten Opfer werden, so man sie benennen muss, nur als ” Die Unaussprechlichen” oder “Die Kreaturen” bezeichnet. In ganz England haben sich die Toten aus ihren Gräbern erhoben und selbst die Töchter der edelsten Familien Britanniens müssen sich nun den tödlichen Künsten des Kampfes widmen, um dem Heer der Zombies Einhalt zu gebieten.

Elizabeth Bennet ist eine furchtlose Kämpferin, deren Schwert ebenso scharf ist wie ihre Zunge. Doch sie findet einen ebenbürtigen Widerpart in Mr. Darcy, den sie trotz seiner eitlen Hochmütigkeit seltsam reizvoll findet. Was auf einem Ball beginnt, wächst zu wahrer Liebe, die weder die intrigante Tante, noch tödliche Ninjas und schon gar nicht Horden von nach Hirn, Fleisch und Blut gierende Zombies, zerstören können.

Es war ein Versuch, ehrlich. Im übrigen mein erster Leseversuch mit Zombies. Jane Austen müsste jedem irgendwie bekannt sein und auch mir war die Geschichte um Elizabeth und Mr. Darcy nicht unbekannt. Ich wusste vorher, ich sollte das Buch nicht ernst nehmen. Das war klar, aber was dabei raus kommt, wenn man Jane Austen und Zombies kreuzt, sollte wenigstens nachvollziehbar sein.

Aber auch das ist der Comic nicht, denn trotz Zombies, werden dauernd Bälle gefeiert und es geht nur um das Verheiraten der jungen Mädchen. Aber wenn vor meiner Haustür Zombies wohnen und ich das weiß, handele ich nicht anders?

Mr. Darcy ist sehr kantig und düster gezeichnet, dass finde ich sehr ansprechend. Auch sonst sind einige Bilder, wenn sie nicht gerade vor Blut und Gehirn verschmiert sind, wunderbar gezeichnet und lassen erahnen, was er Graham-Smith könnte, wenn er nicht sabbernde Zombies zeichnen würde.

Das Mr. Darcy und Elizabeth zusammen kommen, ändert sich auch in diesem Comic nicht. Nur in der Familie rund um Elizabeth spielen sich einige eigentümliche Dinge zusammen mit Zombies ab. Und dass das Weibsbild so gut mit dem Schwert umgehen kann, erregt natürlich noch mehr Mr. Darcy Aufsehen.

Im Endeffekt kämpfen sie dauernd und ich habe mit ein bisschen mehr Story gewünscht, vor allem weil einige Gespräche im Comic sehr normal verlaufen und erahnen lassen, dass sich jemand Gedanken gemacht hat.

Schade, zwei Bücherpunkte: 

 
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Geschrieben von - Juli 23, 2011 in Horror

 

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Die Bürde des Blutes – Sarah Pinborough

Die Bürde des Blutes – Sarah Pinborough

Otherworld, 2011

978 3 8000 9535 3

16,95 €

Cass Jones ist ein zwielichtiger Mann. Dabei ist es selbst Inspektor bei der Londoner Polizei. Aber wo gibt es keine Korruption, wo kann man schon ruhig schlafen? In London momentan sicher nicht, denn ein Serienmörder erschüttert die Stadt. Junge Frauen werden ermordet und mit einem blutigen Schriftzug versehen. Außerdem werden immer Fliegeneier bei den Leichen gefunden. Zufall oder Erkennungszeichen? Cass kommt dem “Fliegenmann” wie der Mörder sich selbst nennt, immer näher. Sogar Polizisten geraten in Gefahr und auf einmal taucht ein Name immer wieder auf: Bright, Castor Bright. Doch warum?

Zu allererst: Gott ist das Cover eklig! Vor allem die dicken Brummer, das Blut habe ich erst gar nicht gesehen. Es passt aber super zum Inhalt des Buches und muss deswegen erwähnt werden ;)

Am Anfang hatte ich Probleme mit der Geschichte, sie hat mich nicht richtig gefesselt. Ich überlegt hin und her warum das so sein könnte. Ich war in London, es gab einen heruntergekommenen Polizisten, viele Nebencharaktere und einen guten Serienmörder, der nicht so war wie alle anderen, die ich kenne.

Nach ungefähr fünfzig Seiten fiel mir endlich auf, was mich störte. Ich war in London? Ja, die Taxis waren schwarz und immer wenn die Figuren hoch gucken um die Fassaden anzusehen, hatte ich das Gefühl in London zu sein. Aber sonst? Es kam mir alles amerikanisch vor. Cass hat eine amerikanische Abkürzung, die Polizei benimmt sich amerikanisch, der ganze Charakter vom Cop selbst war sehr amerikanisch. Damit bin ich nicht klar gekommen.

Also versuchte ich, mir nicht mehr vorzustellen wo ich bin. Und schon wurde das Buch besser. Ich hatte nicht erwartet, dass diese Geschichte so blutig werden würde. Manche Szenen jagten mir leichte Schauer über den Rücken und manchmal rümpfte ich empört die Nase. Allein die Beschreibungen von den ganzen Fliegen und Eiern hatten ihren ganz eigenen Flair.

Zwischendurch gibt es kursiv gesetzte Stellen, denn dann redet der Mörder. Eine gute Idee, zu mal die Geschichte im Verlauf immer verwirrender wird und sich in sich selbst verwickelt. Ich habe mir kurz vor Schluss gar keine Gedanken mehr gemacht, wer da mit wem und warum. Ich ließ das Ende auf mich zukommen und tatsächlich alles löste sich auf. Geschickt gemacht dafür, dass es so viele Figuren in Zaum zu halten galt.

Im September 2011 kommt der zweite Fall mit Cass Jones auf den deutschen Buchmarkt. Ich werde gespannt sein, ob Cass zu einem Serienhelden taugt oder ob er für mich eine Eintagsfliege bleibt.

 
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Geschrieben von - Juni 25, 2011 in Horror, Thriller

 

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Furien – Richard Laymon

Furien – Laymon

Festa, 2010

978 3 86552 136 1

13, 95 €

Richard Laymon ist schon so eine Sache. Entweder man mag ihn oder man mag ihn nicht. Ich selbst lese solche Bücher eigentlich ganz gerne, aber Laymon schwankte in seiner Ausführung der Geschichte sehr. Nun ist er selbst schon unter der Erde und kann gar nichts mehr dagegen tun, wenn alle seine Bücher noch einmal aufgelegt werden und so auch diese Kurzgeschichtensammlung wieder das Licht der Leserwelt erblickt.

In “Furien” geht um grenzwertige Erscheinungen von Menschen. Böse Menschen, die plötzlich wieder auftauchen und das Blut in Wallung bringen. So wie in der ersten, langen Geschichte “Unholde”. Bekannt blutig, sexlastig und hart werden hier dreizehehn Kurzgeschichten erzählt.

Mir persönlich, ist die erste Geschichte entschieden zu lang ( 140 Seiten), da ich mich auf die Kürze eingeschossen hatte und nun auch so etwas erleben wollte: kurzer, knackiger Horror zwischendurch.

Ansonsten ist es mir diesmal ein bisschen viel Blut, dass hier vergossen wird. Ich finde Laymons Romane einfach besser und um vielfaches strukturierter und einfallsreicher.

Drei Bücherpunkte für durchwachsene Kurzgeschichten mit wenig Neuem.

 
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Geschrieben von - April 9, 2011 in Horror

 

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Kill Whitey – Brian Keene

Kill Whitey – Brain Keene

Otherworld, 2010

978 3 8000 9527 3

16, 95 €

Ich liebe Horror. Bücher, mal einen Film. Ich mag auch Filme und Bücher in denen es um Action geht und immer irgendetwas passiert. Aber was ich nicht mag ist: Kill Whitey. Es hat nichts damit zu tun, dass niemand sonst dieses Buch mag, aber für mich war es nur Trash. Ein Roadmovie, in dem dauernd das Wort “Katze” in den Mund genommen wurde, und es war keine Katze gemeint ;) . Ich möchte hier in meinem Blog, keine solchen Wörter benutzen. Obwohl, vielleicht würden man mich dann schneller bei Google finden ;)

Aber zum Inhalt:

Larry Gibson sehnt sich nach Abwechslung von seinem eintönigen Alltag. Als er mit seinen Freunden in einen Stripclub  geht, sieht er dort Sondra tanzen. Und schon ist er hin und weg. Kein Problem eigentlich, wenn er nicht genau diese Sondra Tage später, geschlagen und dreckig unter seinem Wagen finden würde.

Sie wickelt ihn leicht um den Finger. Larry meint, es ist Liebe und Sondra will nur Rache gegenüber Whitey.

Sie: Versprichst du mir ihn zu töten?” O-Ton Larry ( so ungefähr) – “Ihre vollen Lippen glitzerten im Licht, ihr Körper war der helle Wahnsinn und brachte mich in Wallung! Hätten sie ihr nicht ALLES versprochen?”

Was danach beginnt, ist eine actionreiche Verfolgung. Whitey möchte seine Braut und sein Geld wieder haben, Larry möchte sein Leben behalten und Whitey töten. So weit so gut, würde Brain Keene nicht plötzlich auch noch Rasputin ins Spiel bringen und damit die Geschichte aus der Bann bringen. Ein Fantasyelement in einem Roadmovie-Roman? Nein, danke. Eher nicht.

Es gibt nichts an Brian Keenes Schreibstil auszusetzen, auch passiert genug und es wird nie langweilig. Aber irgendwie gingen mir die Figuren nach einer Weile auf den Keks. Sondra spricht nur gebrochen Deutsch, Larry erweist sich als “scheiß-verliebt” und macht jeden Scheiß mit.

Außerdem wird jedes Klischee bedient, dass es über Prostituierte, die Russen-Mafia und dumme Lagerangestellte gibt.

Ein bisschen zu dick aufgetragen, Herr Keene.Oder aber, ich bin die falsche Zielgruppe, weil ich auch eine “Katze” habe ;)

 
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Geschrieben von - März 25, 2011 in Horror, Thriller

 

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Das Mädchen – Stephen King

Das Mädchen

Stephen King

Pan, 2011

978 3 426 28356 1

14, 99 €

Früher in meiner frühsten Buchsuchtzeit sammelte ich Bücher von Stephen King. Alle ausnahmslos. Immer ein Hardcover und ein Taschenbuch. Nun steht diese beachtliche Sammlung bei meinen Eltern. Auch “Das Mädchen” habe ich damals schon einmal gelesen. Allerdings die englische Ausgabe (“The girl who loved Tom Gordon”).

Wenn man Leser fragt, was sie von Stephen King erwarten, bekommt man meist diese Antworten: “Horror.Gänsehaut. Böse Charaktere. Ich will mich Gruseln.!” Aber die Frage ist, ist “Das Mädchen” nun schlechter, weil es kein normaler King Roman ist?

In fast allen anderen Romanen spielt Stephen King mit unseren Ängsten. Spinnen, Clowns, Feuer, dass alles hat mir auch schon Angst gemacht. Nur nach ungefähr fünf King Bücher war der Grusel weg. Der Meister des Horrors verursachte mir keine Angst mehr.

Was tun? Abwarten und zu “Das Mädchen” greifen. Es spielt mit unserer Angst sich zu verlaufen, in einer Einsamkeit zu sein, die scheinbar kein Ende nimmt. Denn es passiert folgendes:

Erst sitzt Trisha noch im Auto ihrer Mutter, doch eine halbe Stunde später hat sie sich im Wald verirrt. Undurchdringlich erscheint ihr der dunkle Wald, Hunger und Durst sind bald allgegenwärtig. Und was war das für ein Geräusch?

Was wäre, wenn wir uns verlaufen? Was wäre, wenn in dieser Welt das Ungeheuer auf uns wartet? Stephen King beschreibt alles sehr greifbar und ergreifend, denn Trishas Ängste könnten auch unsere sein.

Zu dieser neuen Ausgabe muss ich sagen, dass das Cover ein echter Hingucker ist, obwohl ich es diesmal nicht wegen dem Cover gekauft hätte. Mein Trisha, in meinem Kopf sieht nämlich ganz anders aus und da wohnt sie schon acht Jahre.

Es war interessant, die deutsche Übersetzung zu lesen und ich finde sie gut. Zwar findet der Vergleich nur noch sehr wage statt, aber man kann der Geschichte gut folgen.

Viel mehr in den Bann gezogen, haben mich die Kapitelanfänge ( Bild rechts und links, oben). Es passt einfach wunderbar, dass man das Gefühl hat in die Weiten der Baumwipfel zu gucken. Wie klein würde sich ein Kind wie Trisha dabei fühlen?

Ein tolles Buch, wunderbar neu verpackt!

 
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Geschrieben von - März 13, 2011 in Horror

 

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Weisser Schrecken – Thomas Finn

Weisser Schrecken –  Thomas Finn

Piper, 2010

978 3 492 26759 5

9, 95 €

Was wäre, wenn ein ganzes Dorf beobachtet werden würde? Von was oder wem? Was wäre wenn es ein Geheimnis gäbe, dass niemand erfahren darf, der noch Kind ist?

In Perchtal geschehen eigenartige Dinge. Zuerst sind nur die Zufahrtsstraßen zugeschneit, aber dann wird es immer gruseliger. Andy entdeckt ein Nachricht an einer Scheibe:” Du bist tot!” Wer das wohl geschrieben hat? Als die Jugendlichen um den Krampuslauf im Dorf Eishockey spielen müssen, passiert das Unsassbare. Sie finden eine Eisprinzessin. Das Mädchen ist tot und das, scheinbar schon seit Jahren. Verblüffend: Sie sieht so aus wie die Zwillinge Elke und Miriam.

Irgendetwas braut sich kurz vor Nikolaus zusammen in dem kleinen Dorf. Erst sind es nur die zugeschneiten Zufahrtsstraßen, dann sind Eiszapfen, die scheinbar Menschen treffen wollen…. Der weiße Schrecken schlägt eisig zu…..

Am Anfang schreckt mich immer die Dicke des Buches ab, vor allem wenn es gerade wie hier, ein Taschenbuch ist. Trotzdem war ich gespannt auf diesen Roman, da Thomas Finn mir nur als Jugendbuchautor bekannt war. Tja so kann mich sich täuschen!

Der Roman “Weißer Schrecken” ist in sich schlüssig und verfügt über Horror-, sowie meiner Meinung nach auch Thriller-Elemente. Deswegen finde ich den Titelzusatz “Roman” nicht ganz zutreffend.  In der Geschichte spürt man von der ersten Seite an, dass etwas nicht stimmt. Genau kann man das Gefühl nicht beschreiben, aber es lässt immer einen gewissen Gruselfaktor und Gänsehaut aufkommen.

Die Personenkonstellation gut hergestellt, denn alles ist vertreten. Das Pärchen, dass verliebt ist, der Streber und auch ein Gothic-Typ fehlt nicht. Ich möchte ungern zuviel verraten, aber irgendwie mochte ich Niklas nicht. Er ist ein unsteter Charakter, der im Buch eine Wut entwickelt, die ich in Ansätzen zwar nachvollziehen kann, aber am Ende entwickelt er sich für mich zu ruckartig in eine andere Richtung.

Außerdem fand ich es sehr unrealistisch, dass zwei Mädchen aneinander eine Tiefenhypnose durchführen können, nur weil das Mädchen das in iner Talkshow gesehen hat. Klar ist das Buch mit seinem Fantasy/Horror Elemente darauf ausgelegt nicht wirklich realistisch zu sein, aber da überspannt der Autor den Grad zwischen Realität und Fantasy sehr arg.

Am Ende bleiben viele Fragen offen, auf die ich gerne eine Antwort gehabt hätte. Trotzdem hoffe ich, dass es keine Fortsetzung von diesem Buch geben wird. Nicht, weil es mir nicht gefallen hat, sondern einfach weil die Geschichte so einmalig ist, wie sie jetzt vorhanden ist.

Aufgrund der kleinen Schönheitsfehler und der bösen Vorahnung, dass es eine Fortsetzung geben könnte, vergebe ich drei – bis Bücherpunkte.

Wenn ihr tatsächlich bis hier unten gelesen habt ;) , seht ihr dieses hier:

Um diesen doch recht guten udn dicken Schmöker zu teilen, verlose ich ein Exemplar

“Weisser Schrecken”

Beantwortet mir folgende Frage:

Mit welchem Autoren wird für das Buch Werbung gemacht?

Schreibt mir ein Email mit folgendem Betreff: ” Weisser Schrecken” an

buecherchaos@web.de

Das Gewinnspiel endet am:

12. Januar 2011!


 
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Geschrieben von - Januar 7, 2011 in Fantasy, Horror

 

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