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Schlagwort-Archive: Frauenroman

Das geheime Vermächtnis – Kathrine Webb

Das geheime Vermächtnis

Kathrine Webb

Diana Verlag, 2011

978-3453355460

9,99 €

Nach dem Tod ihrer Großmutter erben die Schwestern Erica und Beth das Gut Storton Manor im englischen Wiltshire. Jahre sind vergangen, seit sie den herrschaftlichen Landsitz zuletzt betraten, zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an ihre Kindheit, als ihr Cousin Henry mit zwölf Jahren spurlos verschwand. Doch die Vergangenheit lässt Erica nicht los. Sie liest alte Briefe ihrer Großmutter und gerät immer tiefer in den Bann eines Familiengeheimnisses, das offenbar seit Generationen auf Storton Manor gehütet wird …

Manchmal eine Familiengeschichte zu lesen, ist in Ordnung für mich. Vor allem wenn ich das Gefühl habe, dass der Zeitraum recht interessant sein könnte. Auch das es hierbei um Briefe geht, die gelesen werden, hörte sich nicht schlecht an.

Stator Manor ist mal wieder ein englisches Herrenhaus. Und was sagt man von englischen Herrenhäusern? Das sie ohne geheimnisvolle Ecken, Gänge und ähnliches nicht auskommen. So ist es auch bei diesem Haus. Und als die Verwandschaft, die natürlich verschroben und unfreundlich war stirbt, erben die beiden Schwester das Haus. Die Grundsituation ist also altbekannt, neu ist, dass Beth gerade Depressionen mit sich herumträgt und dauernd Traurigkeit in der Luft liegt.

So ist es Erica, die beginnt die Vergangenheit wieder aufleben zu lassen und die, die sympathischere von beiden ist. Jedenfalls kam es mir so vor, denn Beth fing an mich zu nerven. Natürlich sind Depressionen eine Krankheit, aber als Leser immer mit der Angst zu leben, dass bald jemand in seinem eigenen Blut dort liegen würde, empfand ich als anstrengend. Vor allem, weil der Kampf gegen die Depression für Erica, mich an den berühmten Kampf gegen die Windmühlen erinnerte.

Die Briefe und die Vergangenheit der Großmutter wiederum waren interessant. Wie in jeder Familie mit Geld, gab es auch hier Schatten, die sich über die Familie senkten. Nun fragte man sich dauernd was noch passieren würde. Also dann eine bestimmte Person auftauchte, war schnell klar, dass es Ärger geben würde. Leider wird der Roman genau an dieser Stelle sehr durchsichtig. Fast sofort stellten sich bei mir Gedanken ein, wie der Roman wohl enden würde. Zu 70 % hatte ich dann auch Recht. Nur einmal noch konnte mich der Roman überraschen. Womit wird natürlich nicht verraten.

Das Setting hat mir gefallen, aber aus dem Geheimnis hätte  man noch etwas mehr machen können. Außerdem empfand ich die Lösung der Vergangenheit und die damit sich aufklärenden Dinge, zu einfach und zu durchsichtig für den Leser.

Deswegen gibt es drei Bücherpunkte von mir.

 
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Geschrieben von - April 7, 2012 in Frauenromane, Romane

 

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Liebe to go – Gofferjè

Liebe to go

Cora Gofferjè

rororo, 2011

978-3499215940

12,99€

Los Angeles, Vancouver, Hawaii … Noch während Hannah sich überlegt, wohin es sie als Nächstes treibt, stellt ihr Vater ihr plötzlich ein Ultimatum: Hannah soll nach Hause kommen, BWL studieren und den elterlichen Betrieb übernehmen. Als Hannah sich weigert, sperrt er die Kreditkarte. Zum ersten Mal in ihrem Leben muss die 22-Jährige allein klarkommen. Mit Liebeskummer im Gepäck und völlig blank landet sie in Berlin. Noch ahnt sie nicht, dass der Inhalt ihres Koffers bald ihr Leben verändert …

Man nehme Sonne satt, Kaffee und dieses Buch. Dann hat man zwei schöne Stunden, die man auf dem Balkon verbracht hat.

Manchmal habe ich solche Anwandlungen,die mich zu pinken oder pastellfarbenen Büchern greifen lassen. So auch, als ich in der Stadtbibliothek Gütersloh auf dieses Buch gestossen bin. Okay, der Titel erinnert einen Kaffeejunkie natürlich an “Café to go”. Und ist eine reichlich platte Anspielung, wie ich finde. Aber trotzdem hat es sich eine Chance erspielt.

Es hat diesen sommerlichen Touch, wenn wir in Hawaii auf Hannah treffen. Die dort einfach in der Sonne liegt, Papas Tochter ist und einen Surfer anhimmelt. Der ist aber recht komisch, denn er macht einen Rückzieher und hat eine komische Vergangenheit.

Dachte man es geht hier um Liebe, so ist es eher der Selbstfindungsvorgang der Hannah, der beleuchtet wird. Und wie sie sich benimmt, bin ich fast der Meinung: BWL studieren mit diesem nicht vorhandenen Hirn? Sie soll guten Noten haben, aber was sie an Weltfremdheit an den Tag legt, ist schon nicht mehr normal. Da ist es vorprogrammiert, dass sie Ärger mit der Freundin bekommt.

Hannah ist mir etwas auf den Keks gegangen. Weil sie alles so rosa sieht, auch als sie nicht mehr Papas Tochter ist. Und hätte sie keine Freunde wäre sie völlig aufgeschmissen.

Nach knapp 224 Seiten ist das Buch zu ende. Und ich habe mal gelacht und oft den Kopf geschüttelt. Für ein paar Stunden auf dem Balkon gut, aber wegen nerviger, weltfremder Charaktere nur:

 
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Geschrieben von - März 31, 2012 in Allgemein

 

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Ewig dein – Daniel Glattauer

Ewig Dein

Daniel Glattauer

Deuticke, 2012

978 3 552 06181 1

17,90 €

Judith: Mitte dreißig, bekennender Single. Lebt gerne mit sich selbst zusammen. Geht in den Supermarkt um einzukaufen und trifft….

Hannes: Architekt. Kauft viele Bananen. Ist in den besten Jahren. Trägt eine tolle Lederjacke und tritt Judith in die Hacken…..

Wie viele Paare finden im Supermarkt zueinander? Jedenfalls treffen sich dort Judith und Hannes zum ersten Mal. Wie schön ist es dann für eine Frau, später von diesem Mann im Laden bei der Arbeit überrascht zu werden?

Es ist ein bisschen wie Prinzessin sein. Mit Mitte dreißig wieder Besuch zu bekommen, an einen Mann denken und Blumen bekommen. Judith ist am Anfang noch etwas schusselig und denkt Dinge, mit denen man sich identifizieren kann. Ich habe oft über Judith gelacht, wenn es zu einem Gespräch zwischen den beiden kam und sie sehr hilflos war. Sind wir nicht alle so, wenn wir verliebt sind?

Hannes ist der perfekte Typ. Schwiegermutter mag ihn, alle finden ihn toll und so ist er auch. Man seufzt und will ihn knuddeln. Aber wie nun kommen die beiden später zusammen, wo Judith doch eher der Singletyp ist? Diesen Weg, und er ist relativ lang verfolgt man gespannt.

Einziger Nachteil: Man muss sich an den Romanstil gewöhnen, denn die Redesequenzen sind im Fließtext eingebaut. Sie werden zwar abgehoben durch Anführungsstriche und Doppelpunkt, trotzdem fehlt dem Auge erst mal die Freiheit des Absatzes.

Wenn man diesen Punkt überwunden hat, lässt es sich sehr schnell weiterlesen. Und wie! In ungefähr 2 1/2 Stunden war der ganze Spaß schon wieder vorbei! Und es wird am Ende richtig spannend! Mit Judith und auch mit Hannes geschieht eine Wandlung, die ich nicht weiter beschreiben möchte. Nur so viel: Ich habe es nicht geahnt, bis es so weit war. Später wollte ich die Charaktere beschützen und in den Arm nehmen und trösten.

Ein ganz anderes Buch von Daniel Glattauer, dass berührt, aufrüttelt und den Leser geschockt zurück lässt.

 
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Geschrieben von - Februar 9, 2012 in Romane

 

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Heute wegen Glück geschlossen – Leconte

Heute wegen Glück geschlossen – Patrice Leconte

Lübbe, 2011

978-3431038460

10,00 €

Thomas wohnt in Paris und liebt das Leben. Leider ist er noch allein und wird bald dreißig. Während seine Mutter an ihren Tod denkt, sein bester Freund nach Indien reist und er selbst in einer Papeterie arbeitet, sucht er auch noch die Frau fürs Leben…. Und sie hat kurze Haare….

Wie ich dieses Schätzchen gefunden habe? Es lag ganz allein zwischen den Neuerscheinungen in der Mayerschen herum. Ich nehme es hoch, weil mir das Cover gefällt, lese die Rückseite und bin hin und weg. Paris, Liebe und ein stimmungsvolles Cover. Was will die Leseratte mehr? Ab zur Kasse und nach Hause damit.

Kurzweilig sollte es sein und ich wollte mal wieder ein Buch ausser der Reihe lesen. Da kam dieses gerade recht. Thomas ist eine sympathische Figur, die sich Gedanken über sein Leben macht. Aber nicht zu viele, denn seinen Job in der Papeterie hat er einfach so gefunden. Gesehen, gefragt und schon hatte er die Stelle. Nun ist er der Hahn im Korb und eigentlich genau das Gegenteil von seinem besten Freund Andre. Der nämlich ist der Meinung: Man solle viele Frauen kennen lernen und auch eine Frau mit langen Haaren kann nett sein.

Thomas lässt sich aber nicht beirren und geht seinen Weg durch Paris mit offenen Augen. Er sieht alle Frauen und dann eine spezielle. In der U-Bahn. Sie steigt aus und ist weg. Aber manchmal trifft das Schicksal die Richtigen auch in einer großen Hauptstadt ;)

Mein ganzes Herz schlägt für dieses sanfte Buch, dass mit seiner leisen und feinen Geschichte auch gut in die Weihnachtszeit gepasst hat zu der ich es gelesen habe. Aber auch im Frühling ist diese Portion Gefühle genau richtig.

5 von 5 Bücherpunkten:

 
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Geschrieben von - Januar 17, 2012 in Frauenromane, Romane

 

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Lügst du noch oder liebst du schon?

Lügst du noch oder liebst du schon?

Rebecca Fischer

Diana, 2010

978-3453354593

8,95 €

Frisch, fromm, fröhlich, frei – so lebt Oliver in den Tag hinein. Als Bestsellerautor von Ratgeber lebt er in einem Loft, natürlich an der Alster, hat Frauen genug und hing selten an ihnen.

Eher quirlig, mit Sohn, einer bescheidenen Wohnung und mit dem Ex noch kommunizierend, wohnt Franca auch in Hamburg. Sie liebt ihren Sohn, mag die Neue ihres Ex-Mannes nicht und ist schon ziemlich lange allein.

Wie der Zufall es will, treffen sich Oliver und Franca beim Speed-Dating, aber was passiert wenn man mal flunkert? Die Wahrheit verdreht und auf den Kopf stellt?

Bücher können soooo schön sein. Vor allem, wenn sie einem die Zugfahrt vom Fussballspiel versüßen, wo doch jeder schreit und betrunken ist und man in der Zugtür stehen muss um zu rauchen. Wir wollten ja nicht nach hause ;) Aber es gibt gegen Ärger ein wunderbares Mittel: Die Bücher von Rebecca Fischer alias Gabriella Engelmann. Ich, die eigentlich nur gelegentlich und mit Argusaugen Liebesromane liest, fühlte sich richtig wohl.

Oliver und Franca sind zwei ganz verschiedene Charaktere, die auch durch Kapiteltrennung zu ihrem Recht und ihrer Individualität gelangen. Immer abwechselnd werden Einblicke in Situationen gegeben, die beide erleben. Männlein und Weiblein haben manchmal sehr verschiedene Ansichten über Treffen, Missgeschicke oder dem alltäglichen Wahnsinn. So entwickelt sich stückchenweise eine Romanze, die komplizierter nicht sein könnte.

Einfach kann ja jeder. Und so verwickeln sich die beiden Tröpfe immer wieder in Widersprüche, Lügen aller Art oder in ihren eigenen Gefühlen. Fehlen darf natürlich nicht: eine beste Freundin, der süße Sohn und die Mutter von Franca. Alles Personen, die trotz Nebenrolle liebevoll ausgearbeitet sind. Oder ist es Zufall, dass Francas Mutter selbst immer wechselnde Partner hat?

Außer, dass die Geschichte selbst schon sehr gut ist, gefallen mir immer wieder die Erklärung, wo wir uns in Hamburg befinden. Jeder der selbst mal in Hamburg war, weiß welchen Charme diese Stadt mitunter besitzt. Auch die bestimmt Fokussierung auf ein bestimmtes Insekt ließ mich Schmunzeln. Habe wir, in unserer Wohnung, selbige immer zu Besuch. Also hoffe ich, dass sie mir auch Glück bringen werden und ich bald ein neues Buch von Rebecca Fischer lesen kann.

 
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Geschrieben von - November 8, 2011 in Frauenromane

 

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Blogging-Queen – Jutta Profijt

Blogging-Queen

Jutta Profijt

dtv, 2011

978 3 423 21306 6

9,95 €

Was braucht eine Blogging-Queen? Etwas was zu ihrem Blog passt! Also ich finde, meine kleine Gothic-Kitty und die Ohrringe sind doch ein guter Schritt in Richtung Mode-Blog, oder? Nein, eher nicht? Ihr meint auch ich sollte mich weiter auf Bücher konzentrieren?

Das finde ich auch und deswegen habe ich “nur” Blogging-Queen gelesen, nicht in die Tat umgesetzt.

Lulu ist das, was man eine Vorzeigestewardess nennt. Doch was macht eine Stewardess, wenn sie nicht mehr fliegen darf? Ihr Ohr macht Ärger und so muss Lulu auf dem Boden bleiben. 10 Wochen lang, die ziemlich langweilig sein können. Gut, dass ihre Freundin ein neues Blogging-Programm entwickelt hat. “Teste es!”

Erst skeptisch und dann Feuer und Flamme. Wer weiß schon, dass sie nicht Millie ist? Wer weiß schon, dass sie keine Mode-Trendsetterin ist? Es geht gut bis ein Polizeibeamter vor ihrer Tür steht…. Und Lulu rutscht ihr Herz in die Hose…

Mode ist nicht mein Fall. Darüber bloggen wäre eine Option, die ich in tausend Jahren nicht wahrnehmen würde. Aber was soll mich dann an diesem Buch reizen? Es ist mit der Aufmachung und den Protagonisten ein einfacher Frauenroman. Das ist nicht abschätzig gemeint, denn immerhin habe ich ihn nun auch gelesen. Die für mich, schrille Lulu, ist schon ein bisschen sonderbar. Aber man kann sich mit ihr identifizieren. Was ziehe ich an? Warum achte ich eher auf meine Haare, als dass ich mich mal gehen lasse? Tanzen ja, aber bitte mit Stock im Hintern!

Attribute, die man bei manchem Menschen in der eigenen Umgebung findet. Schlimm? Nein, nur menschlich. Das die besagte Lulu in ihrem Roman, dann tatsächlich auch noch einen Männerüberschuss zu ertragen hat, ist schon schwierig und ein bisschen wie ein Schmierenkömodie. Der eine taucht auf, der nächste lächelt sie an und plötzlich findet sie sich schön und liebenswert. Was so ein bisschen bloggen alles ausmachen kann.

Tatsächlich bloggt sie über Bilder und Trends und einen flotten Schreibstil, der sie beliebt macht im Netz und dann hat sie nach einer Woche 200.000 Klicks. Naja, dass ist ein bisschen hoch gegriffen, findet ihr nicht? Aber das braucht der Roman wohl, wie ansonsten wird sie so schnell, so bekannt, dass die Polizei vor der Tür steht? Immerhin sollte der Roman auch irgendwann mal zu ende sein.

Außer Lulu tauchen natürlich noch andere Personen auf, aber davon im Gedächtnis geblieben ist mir nur a) der Hund und b) ein Mann in einer Kneipe. Und b) auch nur, weil Lulu so viele Vorurteile hat, dass es nicht normal ist. Ein paar: ok, aber den ganzen Sack an Vorurteilen über einen Menschen auszuschütten, ist schon ziemlich gemein.

Ihr meint, ich habe nun nichts Gutes geschrieben? So kommt es mir auch vor. Dabei ist das Buch nicht schlecht. Nur einige Dinge gefallen mir einfach nicht. Tatsachen, die ich anders dargestellt hätte, obwohl der Roman keine Jahre umspannen kann. Vielleicht etwas weniger “Zufall”, aber ich habe mich manchmal amüsiert, habe über das Mode-Bloggen nach gedacht und freue mich, dass ich mir das Buch ausleihen durfte. Von der lieben Sanndra nämlich ( KLICK).

 
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Geschrieben von - Oktober 5, 2011 in Frauenromane

 

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Die Liste – Aneva Stout

Die Liste

Ein Liebesroman in 781 Kapiteln

Aneve Stout

Diana Verlag, 2008

978 3 453 35228 5

6,95 €

Frau trifft Mann – und dann geht mal wieder alles schief: das nervöse Bewachen des Telefons, weil ER nicht anruft, die plötzliche Erkenntnis, dass man zu dick ist, darauf kiloweise Schokoladeneis und entsprechend viele Schuldgefühle… Die ganze Welt des Beziehungschaos in 781 urkomischen Kapiteln, in denen sich garantiert jede Frau wiederfindet!

Das ist ein kleines, feines Buch für Zwischendurch. Zwar würde ich mich über den regulären Preis ärgern (6,95€), weil das Buch wirklich sehr dünn ist und vom Inhalt auch recht mager, aber ich kaufte es für 99 Cent und so bin ich damit versöhnt.

Was an der Geschichte so besonders ist? Es ist ein Buch in 781 Kapitel, die jeweils nur einen Satz lang sind. Da kann sich keine Geschichte aufbauen, sagt ihr? Diese Geschichte spielt mit dem Umstand ein Quickie zu sein und noch dazu kennt JEDER/JEDE von uns das Szenario. Frau findet Mann für das Leben, er ruft nicht an, ruft doch an und ist schlussendlich doch der Falsche. Die beste Freundin spilet den Eisberg in einem Leben voller einsilbiger Sätze.

Man erfährt nicht viel von der Protagonistin, außer dass sie dreiunddreißig ist und ihre Mutter auf einen Ehemann wartet. Aber das reicht um sie sympathisch zu machen, wenn sie in ihre Hosen nicht mehr reinpasst oder über die Exfreundin ihres Jetzigen nachdenkt.

Ein kleiner, bunter Literaturquickie, den ich in der Frauenliteratur empfehlen kann. Nur nicht grade zu 6,95€ ;)

 
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Geschrieben von - September 12, 2011 in Frauenromane

 

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Fräuleinwunder – Pia Osterwald

Fräuleinwunder

Pia Osterwald

Rororo, 2011

978 3 499 25545 8

8,99 €

Cosima ist alt, äh entschuldigung 44 und in den Wechseljahren. Schlimm genug, nachdem sie jahrelang das getan an, was sie wollte. Arbeiten gehen, Kind alleine großziehen, Spaß haben. Doch plötzlich landet sie im Jahr 1954 und da sieht alles ganz anders aus. Hausfrau muss man sein! Was koche ich heute? Wo sind die Pantoffeln von meinem Mann? Und arbeiten gehen, was ist das?

Cosima dreht auf und zwar richtig! Her mit den Kondomen, geschlagen wird hier nicht und arbeiten kann ja wohl auch eine Frau!

Kitschbunt und im 50er Jahrestil kommt dieses dünne Büchlein daher. In kurzen, knackigen Kapitel, die sich eher inhalieren als lesen lassen (;)), erfahren wir mehr über die plötzliche Zeitreise von Cosima. Die, muss plötzlich Constanze heißen damit sie nicht auffällt und einige Dinge muss sie auch ändern. Zum Beispiel macht eine Frau in den 50er den Mund nicht auf, dass bringt Cosima zum Rasen. Auch schlimm, die Episode mit der Engelsmacherin. Da bekam sogar ich das Grausen.

Die nette Pia Osterwald ( wer sich auch immer dahinter verbirgt) schafft es auch Mitzwanzigern wie mir ein Leben in den 50ern zu schildern. Und da sage ich nur: Ein Hoch auf unser Leben, in dem es möglich ist zu arbeiten, Kinder zu bekommen wann man möchte und man auch ein Kondom benutzen darf.

Trotz der Zeitreise,die ich immer sehr unwirklich finde und ich mich erst immer damit anfreunden muss, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Einige Gespräche sind witzig und aufmüpfig. Klar, ist es kein besonderes Buch mit Tiefgang, aber es erheitert. Auch wenn später etwas viel gejammert wird und die Frau damals “nur noch arm dran ist” und ich bezweifele, dass es jeder Frau damals so schlecht ging, war das Buch viel zu schnell vorbei.

Gerne hätte ich noch 50 Seiten mehr gelesen, denn am Ende, da kommt es einem so vor als müsste alles “schnell, schnell” zu ende gehen. Hat da jemand seine Ideen verloren? Sollten es nur 230 Seiten werden? man weiß es nicht. Es ist aber schade drum, weil etwa mehr Lebendigkeit am Ende hätte sicher nicht geschadet.

Drei Bücherpunkte für einen lockeren Balkonroman!

 
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Geschrieben von - September 6, 2011 in Frauenromane

 

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Das Orchideenhaus – Lucinda Riley

Das Orchideenhaus – Lucinda Riley

Goldmann, 2011

978-3442475544

9,99 €

Dieses Satz bringt den Inhalt ziemlich gut auf den Punkt. Eigentlich kein Buch für das Chaos, oder? Aber nach einigen Krimis und Fantasy, die sich immer abgewechselt haben, musste mal wieder etwas anderes her.

Julia ist eine gebrochene Frau, die nach Norfolk zurückkehrt und dort in einem Cottage Zuflucht sucht. Ihr Verlust wiegt schwer, auch dann noch als sie endlich wieder den Kopf aus ihrem Schneckenhaus hinaus steckt und mit auf eine Auktion fährt. Wharton Park, dort wo Julia oft bei ihren Großeltern die Ferien verbracht wird, muss versteigert werden und mit ihm auch Julias Erinnerungen an diesen verwunschenen Ort. Der Nachfahre Kit Crawford ist auch betrübt darüber, freut sich aber Julia wieder zu sehen.

Doch bei Umbauarbeiten findet Kit etwas, dass Julias Vergangenheit enthält und dunkle Familiengeheimnisse.. Julia begibt sich auf die Reise in ihre Vergangenheit, oder hat sie nicht das Recht dazu?

Ein verzauberter Schmöker, der vielversprechend mit einer Art Märchen, ich würde es gleichzeitig Gleichnis nenne, beginnt. Der Schreibstil ist locker und unheimlich weich, wie ich finde. Die Worte wirken, wie von Bäumen gepflückt um die Gefühle der Protagonisten zu beschreiben. Tatsächlich sind die Gefühle zu jedem Zeitpunkt gut nachvollziehbar und die Figuren sind nie emotionslos. Wie es zu den Gefühlen kommt und das diese oft schwanken, ist nicht immer nachvollziehbar und erscheint oft willkürlich.

Die Stimmmungschwankungen ergeben grade bei der Figur des Harry ( wer er ist, wird hier nicht verraten) ein sehr verzerrtes Bild, das mich mehr irritierte als zum Gelingen der Geschichte beitrug. Es erschien, als ob die Figur in seine Handlung einfach hineingepresst wurde, ohne dass Rücksicht auf den Wahrheitsgehalt gelegt wurde.

Außerdem ist es ärgerlich, dass während des ganzen Buches Inhaltsfehler geschehen. Es beginnt mir einem minimalen Fehler bei dem Tragen eines Korsetts und hört auf, als die Figuren zu Reichtum gelangen ohne, dass es einen Sinn ergibt.

Wie in der Leserunde bemerkt wurde, scheint es manchmal, dass niemand inhaltlich Korrektur gelesen habe, nur Rechtschreibfehler habe ich nicht gefunden.

Trotz der inhaltlichen Fehler, die mir auch aufgefallen sind, habe ich mich zum Teil gut unterhalten gefühlt.Man konnte sich eine Lieblingsfigur zu Herzen nehmen und man hatte einen kurzen, nicht farbigen, Eindruck in ein anderes Land.

Die Aufmachung des Buches ist stimmig zum Inhalt, die Protagonisten liebenswert bis eklig, nur leider Ärgern die inhaltlichen Fehler sehr und das nicht nur mich. Drei Bücherpunkte.

 
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Geschrieben von - Juli 13, 2011 in Frauenromane, Historische Schmöker

 

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Heißhunger- Joanne Fedler

Heißhunger – Joanne Fedler

Knaur, 2011

978-3426652510

14,99 €

Joanne ist eine Frau mit zwei Kindern, eine Jüdin, die ihr Heimatland verlässt, um woanders sicherer zu leben. Und als wäre das alles nicht genug, wiegt sie auch zu viel. In ihrer Verzweiflung, die ein Foto von ihr noch unterstützt, sucht sie eine Diät-Beraterin auf. Liebevoll nennt sie Joanne danach nur noch: Die Diät-Domina.

Wir wissen abnehmen ist nicht leicht! Aber sich nebenbei noch um die Kinder zu kümmern, seine Seele zu retten und auch noch das Heimweh zu verkraften, das verlangt Joanne schon einiges ab. Und wir? Wir sind live dabei und lernen für unser eigenes Leben.

Heißhunger ist ein Buch mit sieben Siegeln, aber im positiven Sinne. Ich dachte, als ich das Buch im Vorschaukatalog sah: Oh, ein neues Buch von Frau Fedler und war begeistert, denn auch “Weiberabend” steht hier bei mir im Regal. Zu dem sieht das Buch wieder mal toll aus und passt wunderbar in die Frauenliteratur-Reihe mit “Die Wunschliste”, “Wunschgeflüster” und zum Beispiel “Herzkurven”.

Aber nun zum Inhalt. Wie der meiner Meinung nach doch passende Titel suggeriert, geht es hier um die Geschichte wie Joanne abnehmen möchte. Klar gibt es viele Romane zu diesem Thema. Manche sind besonders amüsant, mache wollen uns erzählen, warum man dick wird und manche kommen zu dem Schluss: Bleib, so wie du bist!

Joanne Fedler ist hier aber etwas besonderes gelungen.

1. Hebt sie nicht den Zeigefinger und sagt, dass wir alle zu dick sind und nur dünne Menschen glücklich sind.

2. geht es nicht immer nur um das Abnehmen

3. ist dieser Roman ehrlich und Frau Fedler lädt uns in ihrer Welt ein.

Zwar beschreibt sie auch, dass sie 24 Kilo abnehmen möchte und das es einige Methoden gibt, die zum Gewichtsverlust (ihrem) führen, aber sie erzählt auch so viel mehr. Ich habe sehr viel über Südafrika gelernt, das Land, dass Joanne verlässt, um woanders sicherer zu leben. Und es war immer interessant, nie trocken und gar langweilig. Selten hat eine Autorin mich so sehr an ihrem Innenleben teilhaben lassen. Jeden Hunger, jede Angst und jede Veränderung hat man an Joanne bemerkt und mitfühlen können.

Außerdem habe ich über das Abnehmen an sich erstaunliche Dinge gelernt und nie fühlte ich mich dabei belehrt oder dumm.

Dieses Buch würde sogar als Unterstützung beim eigenen Abnehmen helfen. Noch dazu ist es manchmal lustig und manchmal tieftraurig. Ein toller Roman, der Einblick in ein Menschenleben gibt, ohne voyeuristisch zu sein.

 
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Geschrieben von - Juli 5, 2011 in Frauenromane

 

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