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Winter-Challenge

Egal, ob wir es leugnen oder nicht, der Sommer ist vorbei. Aber es kommen noch die goldenen Tage im Oktober und dann später die kuscheligen Momente auf einem Sofa mit einem guten Buch.

Damit wir im Winter auch genug zu tun haben und mal über den Tellerrand hinaus schauen, ist mir gestern eine Challengeidee gekommen.

 

Ich nenne es Pulitzer- Reading. Ab dem 01.10.2011 wäre meine Idee mal Bücher zu lesen, die den Pulitzerpreis gewonnen haben. Hier einige Fakten zum Pulitzerpreis:

  • Er wird seit 1917 in 27 Kategorien verliehen.
  • Die Kategorie Roman gibt es auch seit 1917, damals hieß sie aber noch Pulitzer Price of the novel
  • Seit 1948 heißt dieser Preis nun Pulitzer Preis für Romane.
Ich stelle mir vor, dass wir, sollten sich Mitleser finden, 12 Pulitzerpreiträger lesen. Jeden Monat ein Buch, denn die Challenge sollte bis 31.10.2012 laufen. Wählen dürft ihr frei zwischen allen ROMAN-Preiträgern von 1917-2011. Einige Bücher gibt es nur auf englisch, aber dass ist für mich ein Ansporn auch mal etwas auf englisch zu lesen.
Es folgt eine Liste mit den Preisträgern:

1918–1929

▪                1918: His Family von Ernest Poole

▪                1919: The Magnificent Ambersons (dt. Die stolzen Ambersons) von Booth Tarkington

▪                1920: wurde kein Preis vergeben.

▪                1921: The Age of Innocence (dt. Zeit der Unschuld) von Edith Wharton

▪                1922: Alice Adams von Booth Tarkington

▪                1923: One of Ours von Willa Cather

▪                1924: The Able McLaughlins von Margaret Wilson

▪                1925: So Big! (dt. Giganten) von Edna Ferber

▪                1926: Arrowsmith (dt. Dr. med. Arrowsmith) von Sinclair Lewis

▪                1927: Early Autumn von Louis Bromfield

▪                1928: The Bridge of San Luis Rey (dt. Die Brücke von San Luis Rey) von Thornton Wilder

▪                1929: Scarlet Sister Mary von Julia Peterkin

1930–1939

▪                1930: Laughing Boy (dt. Der große Nachtgesang) von Oliver La Farge

▪                1931: Years of Grace von Margaret Ayer Barnes

▪                1932: The Good Earth (dt. Die gute Erde) von Pearl S. Buck

▪                1933: The Store von Thomas Sigismund Stribling

▪                1934: Lamb in His Bosom von Caroline Miller

▪                1935: Now in November (dt. Novemberernte) von Josephine Winslow Johnson

▪                1936: Honey in the Horn von Harold L. Davis

▪                1937: Gone with the Wind (dt. Vom Winde verweht) von Margaret Mitchell

▪                1938: The Late George Apley (dt. Der selige Mister Apley) von John Phillips Marquand

▪                1939: The Yearling (dt. Frühling des Lebens) von Marjorie Kinnan Rawlings

1940–1947

▪                1940: The Grapes of Wrath (dt. Früchte des Zorns) von John Steinbeck

▪                1941: wurde kein Preis vergeben.

▪                1942: In This Our Life von Ellen Anderson Gholson Glasgow

▪                1943: Dragon’s Teeth von Upton Sinclair

▪                1944: Journey in the Dark von Martin Flavin

▪                1945: A Bell for Adano von John Hersey

▪                1946: wurde kein Preis vergeben.

1947: All the King’s Men, (dt. Das Spiel der Macht) von Robert Penn Warren

1948–1949

▪                1948: Tales of the South Pacific (deutschsprachiger Titel Die Südsee) von James A. Michener

▪                1949: Guard of Honor von James Gould Cozzens

1950–1959

▪                1950: The Way West (deutschsprachiger Titel Der Weg nach Westen) von A. B. Guthrie Junior

▪                1951: The Town von Conrad Richter

▪                1952: The Caine Mutiny (Die Caine war ihr Schicksal) von Herman Wouk

▪                1953: The Old Man and the Sea (Der alte Mann und das Meer) von Ernest Hemingway

▪                1954: kein Preis vergeben

▪                1955: A Fable (Eine Legende) von William Faulkner

▪                1956: Andersonville (Andersonville) von MacKinlay Kantor

▪                1957: kein Preis vergeben

▪                1958: A Death in the Family (Ein Todesfall in der Familie) von James Agee

▪                1959: The Travels of Jaimie McPheeters von Robert Lewis Taylor

1960–1969

▪                1960: Advise and Consent (deutschsprachiger Titel Macht und Recht) von Allen Drury

▪                1961: To Kill a Mockingbird (Wer die Nachtigall stört) von Harper Lee

▪                1962: The Edge of Sadness (Ein Hauch Traurigkeit) von Edwin O’Connor

▪                1963: The Reivers (Die Spitzbuben) von William Faulkner

▪                1964: kein Preis vergeben

▪                1965: The Keepers of the House (Die Hüter des Hauses) von Shirley Ann Grau

▪                1966: The Collected Stories of Katherine Anne Porter von Katherine Anne Porter

▪                1967: The Fixer (dt.: Der Fixer) von Bernard Malamud

▪                1968: The Confessions of Nat Turner (Die Bekenntnisse des Nat Turner) von William Styron

▪                1969: House Made of Dawn (Haus aus Dämmerung) von N. Scott Momaday

1970–1979

▪                1970: The Collected Stories von Jean Stafford

▪                1971: kein Preis vergeben

▪                1972: Angle of Repose von Wallace Stegner

▪                1973: The Optimist’s Daughter (deutschsprachiger Titel Die Tochter des Optimisten) von Eudora Welty

▪                1974: kein Preis vergeben

▪                1975: The Killer Angels von Michael Shaara

▪                1976: Humboldt’s Gift (Humboldts Vermächtnis) von Saul Bellow

▪                1977: kein Preis vergeben

▪                1978: Elbow Room von James Alan McPherson

▪                1979: The Stories von John Cheever von John Cheever

1980–1989

▪                1980: The Executioner’s Song (deutschsprachiger Titel Gnadenlos) von Norman Mailer

▪                1981: A Confederacy of Dunces (Ignaz oder Die Verschwörung der Idioten) von John Kennedy Toole

▪                1982: Rabbit Is Rich (Bessere Verhältnisse) von John Updike

▪                1983: The Color Purple (Die Farbe Lila) von Alice Walker

▪                1984: Ironweed (Wolfsmilch) von William Kennedy

▪                1985: Foreign Affairs (Affären) von Alison Lurie

▪                1986: Lonesome Dove (Weg in die Wildnis) von Larry McMurtry

▪                1987: A Summons to Memphis (Rückruf nach Memphis) von Peter Taylor

▪                1988: Beloved (Menschenkind) von Toni Morrison

▪                1989: Breathing Lessons (Atemübungen) von Anne Tyler

1990–1999

▪                1990: The Mambo Kings Play Songs of Love (deutschsprachiger Titel Die Mambo Kings spielen Songs der Liebe) von Oscar Hijuelos

▪                1991: Rabbit At Rest (Rabbit in Ruhe) von John Updike

▪                1992: A Thousand Acres (Tausend Morgen) von Jane Smiley

▪                1993: A Good Scent from a Strange Mountain (Kinder des Staubs) von Robert Olen Butler

▪                1994: The Shipping News (Schiffsmeldungen) von E. Annie Proulx

▪                1995: The Stone Diaries (Das Tagebuch der Daisy Goodwill) von Carol Shields

▪                1996: Independence Day (Unabhängigkeitstag) von Richard Ford

▪                1997: Martin Dressler: The Tale of an American Dreamer (Martin Dressler. Ein amerikanischer Träumer) von Steven Millhauser

▪                1998: American Pastoral (Amerikanisches Idyll) von Philip Roth

▪                1999: The Hours (Die Stunden) von Michael Cunningham

2000–2009

▪                2000: Interpreter of Maladies (deutschsprachiger Titel Melancholie der Ankunft) von Jhumpa Lahiri

▪                2001: The Amazing Adventures of Kavalier & Clay (Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier & Clay) von Michael Chabon

▪                2002: Empire Falls von Richard Russo

▪                2003: Middlesex von Jeffrey Eugenides

▪                2004: The Known World (Die bekannte Welt) von Edward P. Jones

▪                2005: Gilead von Marilynne Robinson

▪                2006: March (Auf freiem Feld) von Geraldine Brooks

▪                2007: The Road (Die Straße) von Cormac McCarthy

▪                2008: The Brief Wondrous Life of Oscar Wao (Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao) von Junot Díaz

▪                2009: Olive Kitteridge (Mit Blick aufs Meer) von Elizabeth Strout

2010–2011

▪                2010: Tinkers von Paul Harding

2011: A visit from the Goon Squad von Jennifer Egan

Fakten zur Challenge:

  • Beginn: 01.10.2011
  • Ende:  31.10.2012
  • Gelesen werden sollen: 12 Pulitzerpreiträger
  • Egal, welche Sprache und welches Buch.
  • Rezensionen sollten geschrieben werden.
  • Es gibt eine Challengeseite, wenn sich andere finden, trage ich sie dort ein.
  • Anmeldung bitte bei buecherchaos@web.de mit Betreff: Pulitzer
 
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Geschrieben von - September 3, 2011 in Bücher, Challenges

 

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Kabale und Liebe – Friedrich Schiller

Vielleicht langweilt ihr euch schon. Aber meine Reclam-Challenge läuft super ;) Deswegen gibt es nun wieder eine kleine Rezension, obwohl ich glaube, es gibt fast niemanden mehr, der “Kabale und Liebe” nicht kennt. Aber ich, ich durfte es in den letzten zwei Tagen das erste Mal lesen. In meiner Abiturzeit (damals) war es nicht Thema.

Kabale und Liebe – Friedrich Schiller

Reclam, 1986

2, 60 €

Ferdinand von Walter liebt. Und zwar Luise Miller, Tochter des Stadtmusikanten. Diese lernte er kennen, als er dort eigentlich Musikstunden nehmen wollte. Doch, oh weh! Die Gute ist schon halb versprochen an den Wurm, den Haussekretär des Präsidenten.

Außerdem ist sie nicht von Stand und der Präsident hat eine ganz andere Frau für seinen Sohn im Auge. Zusammen mit dem Wurm schmieden sie einen Plan. Einen Plan um einen verlorenen Brief, der die Liebenden auseinander treiben soll.

Doch Liebe kennt keine Grenzen, denn auch im Tod kann man beisammen sein…

Es ist die typische Romeo- und Julia Thematik, die wir hier gespickt mit allerlei Details wiederfinden. Da wäre der Wurm, der sich seines Namen nach benimmt. Oder Lady Milford, die Begünstigte vom Präsidenten, die Ferdinand immer lieben wird.

E ist wieder ein bürgerliches Trauerspiel. Zwar sollte man sich Zeit nehmen, wenn man Lust hat alle Kleinigkeiten zu erkennen, aber schwer verständlich ist es nicht. Was Schiller hier beschreibt, ist damals die Kluft zwischen Adel und Bürgertum und die Ränkeschmiede eines Hofes, den es so wirklich gegeben haben kann.

 

 
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Geschrieben von - Juni 15, 2011 in Challenges

 

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Starke Frauen in Klassikern!

Starke Frauen? Was verstehen wir darunter? Jene welche, die ich durchsetzen können, die immer wissen was sie wollen? Frauen, die viele Probleme meistern und auch viele Dinge auf einmal machen können?

In der Literatur hat sich die starke Frau meiner Meinung ein bisschen verändert. Und so kam es, dass wir in meinem Seminar Theorie und Geschichte des 16.-18. Jahrhunderts zwei Stücke lasen, die die starke Frau in ein Märtyrertum setzen. Die eine ist ein Sinnbild dafür, an einer Liebe festzuhalten und dafür zu sterben, die ältere von beiden wird als politisch,agierende Frau für ihr Land in den Tod gehen.

Lest selbst, warum diese Frauen mich mehr oder weniger begeisterten.

Cleopatra – Daniel Caspar von Lohenstein

Reclam, 2008

978-3150185483

7, 60 €

Lohenstein beschäftigt sich hier mit der Geschichte der Cleopatra. Mehr oder minder durch den Geschichtsunterricht bekannt, gehört Cleopatra zu einer der interessantesten Frauen der Geschichte. Jeder weiß, dass sie einmal mit Cäsar verbandelt war und ihr Land Ägypten über alles liebt.

Cleopatra ist mit Antonius verheiratet, der sie nur liebte ihrer Schönheit und ihres Landes wegen. Antonius wird von den römischen Reiter gejagt und muss ein Friedensangebot anstreben, ansonsten sieht es schlecht für ihn aus. Das Friedensangebot aber hieße, dass er Ägypten abtreten muss.

Cleopatra, gar nicht davon entzückt, hat erst eine Vorahnung. Später wird ihr versichert, dass der römische Kaiser empfänglich für sie ist, würde sie doch nur ihren Mann hinrichten. Zwischen Lieben und Land hin und her gerissen, wird sie ihre eigene Beerdigung inszenieren, damit Antonius am Schmerz zerbricht.

Ihre Rechnung geht auf, aber nun soll sie von Augustus nur als Kriegsbeute gehandelt werden und mit ihm nach Rom. Auch diese Schandtat erfährt Cleopatra und bevor sie ein zweites Mal ihr Lebenslicht verliert, retten sie ihre Kinder und sinkt dann in den Tod hinab um ihre Ehre zu retten und um nicht aufgegeben zu haben….

Dieses Stück war nicht das beste Reclam-Heft, dass ich bis jetzt gelesen haben. Cleopatra kann ganz schnell zu einer abgebrühten Person avancieren, wenn man Lohenstein nicht mit viel Aufmerksamkeit liest. Die Alexandriner, in denen das Stück geschrieben ist, lassen sich besser laut lesen, aber wer hat soviel Zeit? Da geht leise lesen doch verhältnismäßig schneller. 

Trotzdem ist es ein nettes afrikanisches Trauerspiel von dem der Kern schon bekannt ist und das Begreifen an sich dadurch einfach er ist.

Miß Sara Sampson – Lessing

Suhrkamp, 2005

978-3518188521

5,00€

Miß Sara ist mit ihren Geliebten Mellefont in einem Gasthof in England abgestiegen. Da Miß Saras Vater andere Vorstellungen hat, ist sie im “entwischt”. Die beiden wollen heiraten, doch Mellefont verzögert die Heirat immer und immer wieder.

Plötzlich taucht die frühere Geliebte des Mellefont auf und setzt ihn unter anderem mit seiner Tochter unter Druck. Er soll wieder zu ihr zurück kommen. Mellefont bleibt stark, aber so einfach lässt sich Marwood nicht abschütteln. Sie fordert ein Gespräch mit Miß Sara, in dem sie sich natürlich nicht zu erkennen geben soll. Da die Marwood aber eifersüchtig und rachsüchtig ist, erzählt sie Miß Sara böswillige Geschichten und gibt sich doch zu erkennen. Sara die vor Verzweiflung um ihren Vater und der Liebe zu Mellefont trotzdem Standhaft bleibt muss dafür büßen.

Nach einem längeren Gespräch und einem Brief des Vaters, in dem dieser Sara verzeiht, vergiftet Marwood die Miß. Noch im Sterben bittet Miß Sara darum, dass Mellefont von ihrem Vater als Sohn anerkannt wird. Der Vater, grade noch hinzu gekommen, willigt ein. Miß Sara stirbt, aber hat immer geliebt. Mellefont hält den Verlust und seine Schuld dabei nicht aus und erdolcht sich zu ihren Füßen.

Dieses Trauerspiel ist das erste bürgerliche Trauerspiel in dem es Figuren gibt mit denen der Leser sich besser identifizieren kann. Kein Wunder, dass ich Miss Sara Sampson sehr viel besser fand als Cleopatra. Anstatt für ein Land und herrschaftliche Ehre zu kämpfen, ist es hier die Liebe, die ein wichtiger Bestandteil ist. Auch hat Lessing eine Sprache benutzt, die zu dieser Zeit wohl jeder benutzt hätte und die heute noch viel einfach zu verstehen ist, als Lohnstein. Außerdem ist dieses Trauerspiel eine Kehrtwende in der damaligen Trauerspielgeschichte, denn Lessing möchte vor allem mit der vorherigen Tradition brechen und es für alle Welt zugänglich machen.

 
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Geschrieben von - Juni 3, 2011 in Challenges

 

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Catharina von Georgien – Andreas Gryphius

978-3150097519
4, 40 €

Ich muss zugeben: Ganz freiwillig habe ich dieses Reclamheft nicht gelesen. In meinen Kurs “Theorie und Geschichte des 16. – 18 Jh. besprechen wir insbesondere Trauerspiele. Beginnen werden wir nächste Woche mit “Catharina”, also habe ich es nun gelesen.

Catharina von Georgien begibt sich in das Reich Persien, das versucht Georgien in seinen Machtbereich einzugliedern. Der König von Persien entbrennt bei ihrem Besuch in glühende Liebe und muss erkennen, dass er sie nicht gehen lassen kann. Er wirft sie in seinen Kerker. Jahrelang wird sie dort gefangen gehalten und vertritt die Meinung, dass man Liebe nicht erzwingen kann.

Auch alle Vermittlungen schlagen fehl und der König von Persien bestimmt, dass Catharina sterben muss, wenn sie ihn nicht heiraten will.

Schon ganz am Anfang wird dem Leser verraten, wie das ganze Trauerspiel ausgeht. Wahrscheinlich wäre es für mich besser gewesen, wenn ich die Einleitung überlesen hätte. So wäre es für mich spannender gewesen. Das Stück besteht zum größten Teil aus langen Monologen von Catharina, die in Gram und Zweifel mit sich debattiert. Diese Monologe sind schwierig zu verstehen, da Gryphius wie zu dieser Zeit in Alexandrinern schreibt und die Sprache auch eine ganz andere ist. So muss man sich erst an das alte Schriftbild gewöhnen und auch viele Wörter in den Fußnoten nachlesen.

Privat würde ich nicht zu diesem Heftchen greifen, obwohl die Reise in das barocke Trauerspiel auch nicht ganz uninteressant ist.

 
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Geschrieben von - April 21, 2011 in Challenges

 

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Der Sohn des Teufels – Nasaw

Der Sohn des Teufels – Jonathan Nasaw

Heyne, 2010

978-3453405127

9,95 €

Jonathan Nasaw war mit ein Begriff seitdem ich vor Jahren “Die Geduld der Spinne” gelesen hatte. Dieses Buch hat mich damals so gruselig berührt, dass ich ganz vergaß die anderen Bände rund um Pender zu lesen. Denn dieser Ermittler taucht immer wieder auf. Nun hatte ich das Vergnügen durch ein Wanderbuch mal wieder ein Nasaw in der Hand zu halten: “Der Sohn des Teufels”.

1985: Der junge Luke wächst in keiner guten Familie auf. Der Vater in illegale Machenschaften verstrickt, die Stiefmutter Transsexuell und durchgedreht. Als die Machenschaften es Vaters auffliegen, gerät auch Luke ins Visier der Polizei. Er soll bei einem Snuff.Video die Kamera gehalten haben.

Durch Justizfehler und allerlei krumme Dinge landet er am Ende in einer Nervenheilanstalt. Dort beginnt er seine Rache zu planen und seine Liste ist lang, sehr lang…. Und ganz oben, da stehen diese Schweine  von der Polizei….

Was wäre es ein schönes Leseerlebnis gewesen? Birgt doch das Cover schon Anhaltspunkte, dass es nicht nur eine Leiche geben wird! Aber was hat Nasaw gemacht?

Vorab, auch ohne die anderen Bände dieses Ermittlers gelesen zu haben, kann man dem Buch folgen. Auch die Charaktere sind so durchsichtig, dass der Leser alles nachvollziehen kann. Ich bin einiges gewöhnt von Herrn Nasaw, leider hat er mich diesmal enttäuscht. Ich werde euch auch erklären warum.

Am Anfang beginnt die Geschichte rasant mit einem Blick in die Vergangenheit und man stellt sich als Leser darauf ein, dass da noch mehr passiert. Leider dauert dieser “Anfang” schon fast 100 Seiten, bis endlich mal etwas aufregendes passiert. Noch mal so lange dauert es, bis Luke endlich seine ganze Vergangenheit erzählt hat und in der Psychiatrie sitzt. Was mein Problem da bei ist? Das Buch ist schon fast zu Ende  und trotzdem habe ich noch nichts von Lukes Rache mitbekommen.

Sein Leben zieht sich wie Kaugummi und die Schilderungen seiner Gefühle und Gefährten sind trotzdem oberflächlich. Ich habe den Übergang vom Justizirrtum zum Monster gar nicht verstanden, weil der Autor meiner Meinung nach viel zu wenig Bezug darauf nimmt. Gleichzeitig erfährt man Dinge der Ermittlungsarbeit, die überflüssig sind.

In der Zeit ´, wo Luke dann seine Rache ausführen will, ist viel Zufall im Spiel, damit die Polizei überhaupt auf die Idee kommt, dass es Luke sein könnte. Und schwupps ist das Buch vorbei, von einem Racheakt-Lauf durch die Reihen habe ich nicht viel mitbekommen und ich saß da und fragte mich: “Warum Sohn des Teufels?”

Wer etwas von Nasaw lesen möchte, greift bitte zu “Die Geduld der Spinne” und lässt dieses lieber liegen.

 
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Geschrieben von - April 20, 2011 in Thriller

 

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Totgesagt – Tim Weaver

Totgesagt – Tim Weaver

Goldmann, 2010

978 3 442 47229 1

8,95 €

Mary Townes Sohn verschwindet spurlos. Dann wird er tot aufgefunden um wieder ein Jahr später lebend auf der Straße gesehen zu werden. Alles eine große Lüge? David Raker soll den Jungen finden und meint es sei unmöglich.

Dieser Mensch hatte dunkle Geheimnisse, die er vertuschen wollte. Oder sollte er sterben? David stößt auf Dinge, die viel schlimmer sind als der Tod. Es geht um die Wiederauferstehung und ein neues Leben ohne Erinnerung…..

Thriller haben es momentan bei mir schwer. Sie langweilen mich schnell, nerven durch unausgegorene Fälle und manche habe ich einfach wieder zugeklappt. Nicht aber “Totgesagt” von Tim Weaver.

Das Buch teilt sich in fünf Teile auf. Zusätzlich gibt es zwischen diesen Teilen immer ein haarsträubendes Kapitel, dass sie Story vorantreibt, aber dazu später mehr.

Wie oben angesprochen, geht es um David Raker, der selbst eine geschundene Persönlichkeit ist. Seine Frau war schwer krank und starb. Diese Information ist am Anfang noch recht unscheinbar, übernimmt aber im Laufe der Geschichte einen wichtigen Platz ein, vor allem weil es um “Wiederauferstehung” geht. Was sich hier jetzt sehr utopisch anhört, ist aber nicht so gemacht. Zwar nenne ich es und auch der Autor “Wiederauferstehung”, der Thriller aber bleibt trotzdem in der Realität und hat nichts Übersinnliches an sich.

Die Charaktere bleiben, so fern sie nur kurz auftauchen, recht unscheinbar.Die anderen hingegen besitzen, bis auf der Fiesling, eine eigenartige Tiefenstruktur, die einen guten Einblick in die Figuren garantiert. Beim Fiesling fehlte mir später ein bisschen die Antwort auf die Frage: “Warum hat er das getan?”.

Die erwähnten Zwischenkapitel lassen einen Einblick in die Nebenhandlung zu, immer da, wo der Ermittler grade nicht ist, oder wo die verschwundene Person einmal war. Dadurch wird die Geschichte aufgebrochen und nie langweilig.

Auch die blutigen Thrillerleser kommen auf ihre Kosten. Manchmal habe ich mich schon geekelt, da ich mir die blutigen Szenen auch besonders gut vorstellen konnte.

 
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Geschrieben von - März 19, 2011 in Thriller

 

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Othello – Shakespeare

Dieser Klassiker war mein Reclam- Heft im März. Dieses Mal ist es nicht ein normales gelbes Heft, deswegen habe ich für euch ein Foto gemacht.

Eine Tragödie, wie im wahren Leben! Es hört sich langweilig an, wenn ich das sage, aber dieses Buch verbindet Verrat und Treue, Eifersucht und Liebe, Hass und Ergebenheit.

Othello ist ein Mohr und gleichzeitig der Feldherr von Venedig. Alle kennen ihn  und mögen ihn so lange er das macht, wofür er bezahlt wird. Gegen die Türken soll er kämpfen, aber kurz zuvor heiratet er die Tochter von Brabantio. Heimlich und ohne zu fragen. Brabantio ist wütend, aber noch lange nicht so wütend wie Jago, der schon im ersten Aufzug Ränke gegen Othello schmiedet. Im weiteren Verlauf wird Jagos Rachefeldzug immer schlimmer….

Shakespeare ist immer eine HErausforderung, aber so viel Spaß hatte ich bei “Der Sturm” nicht. Immer wieder wird man in die Gedankengänge des Jago hinab gezogen und hofft, dass er erwischt wird oder das sein Plan nicht aufgeht. Man zittert mit Desdemona um ihren Liebsten und fragt sich warum (Emilia, die fast Angetraute von Jago) die Zusammenhänge nicht versteht.

Alles in allem fühlte ich mich gut unterhalten und haben sogar im Gehen auf dem Weg zum Supermarkt gelesen.

 
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Geschrieben von - März 16, 2011 in Challenges

 

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Rebellion der Engel – Melzer

Engel sind die neuen Vampire! Jaja, dieser Werbeslogan hat so manche Blogger schon zu bösen Ausrufen veranlasst oder sogar zu Tests zwischen viele verschiedenen Büchern.

Darum geht es zwar heute bei mir nicht, aber auch ich habe ein Engel-Buch gelesen. War es letzten Monat “Apocalypsia”, ja ich bin noch eine Rezension schuldig, ist es diesen Monat “Rebellion der Engel”.

Rebellion der Engel – Brigitte Melzer

Otherworld, 2010

978 3 8000 9525 4

16, 95 €

Schutzengel müssen auch mal Altfälle erledigen und so wird Akashiel damit beauftragt bei Rachel, einer alten Klientin, nach dem Rechten zu sehen. Leider sitzt diese in dem Moment im Auto, guckt nach hinten, und sieht dem Engel mitten ins Gesicht. Das AUto landet samt Passagiere im Graben.

Akashiel flucht, Menschen können ihn nicht sehen! Doch was ist das? Rachel stirbt nicht und Tage später kann sie mit ihrer Katze sprechen und Dinge fliegen lassen… Nicht nur die Engel sind verwirrt, auch Rachel denkt, dass sie langsam verrückt wird….

Brigitte Melzer war mir schon vor diesem Buch ein Begriff. Ich habe vor zwei Jahren “Vampyr” von ihr gelesen. Es war okay, damals, aber es folgten keine weiteren Bücher von ihr.

Nun hielt ich “Rebellion der Engel” in den Händen und konnte es aus selbigen nicht mehr weg legen. Die Geschichte um Rachel und ihren Schutzengel ist auf den ersten Seiten eine Geschichte um Rachel allein. Man erhält tiefe Einblicke in ihre Gefühlswelt, aber auch in ihre Vergangenheit. Erst allmählich wird klar, warum sie damals einen Schutzengel wollte und ihrer Meinung nach nie bekommen hat ;)

Die Schreibweise von Frau Melzer hat mich sehr an den amerikanischen Stil von Fantasybüchern erinnert, als Beispiel grade frisch gelesen “Hex Hall”. Es ist diese leichte Lebensart, dieses wir können alles Gefühl, dass auch Rachel verströmt, trotzdem, dass sie komische Dinge erlebt.

Im weiteren Verlauf lernen wir weitere Schutzengel kennen, aber auch böse Engel und noch eine andere Sorte von unseren gefiederten Freunden. Diese sind zwar gut beschrieben und erklärt, aber manchmal war der Einblick in die Bibel doch etwas lang.

Am Ende hat mich dann doch noch der Titel verwirrt. Eine richtige Rebellion will nicht aufkommen, jedenfalls stelle ich mir darunter etwas anders vor. Auch der Schreibfehler auf der letzten Seite, hat mich etwas geärgert. Deswegen gibt es auch keine fünf Punkte sondern nur vier.

 
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Geschrieben von - März 7, 2011 in Fantasy

 

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Heart Beating Stories Challenge

Auch diese Challenge werde ich mitmachen, weil es eine wirkliche Herausforderung für mich ist. Morgen, am 1. März, ist es soweit. Die drei Monate beginnen!

Es sollen 5 Bücher gelesen werden in denen es um die Liebe geht. Hier die Beschreibungen der möglichen Genre:

Historical Romance
Historische Liebesroma – also alles was weiter als 50 Jahre in der Vergangenheit spielt. Natürlich kann man das nochmal unterteilen, das wollen wir hier aber nicht. Julie Garwood, Diana Gabaldon und Karen Ranney sind jetzt hier mal als Beispiel genannt.

Contemporary Romance
Damit sind Liebesromane gemeint, die in der Gegenwart spielen. Bestes Beispiel hierfür sind Cecilia Ahern, David Nicholls und Nicholas Sparks.

ChickLit
Auch im ChickLit Bereich (der ja eigentlich zum Contemporary Bereich gehört) gibt es nicht nur Bücher übers Shoppen sondern auch diverse Liebesgeschichte.  Hier sollen Kerstin Gier, Ildiko von Kürthy und Helen Fielding als Beispiel dienen.

Romantic Suspense
Dies sind Krimis oder Thriller mit einer großen Portion Romantik. Bekannt sein dürfte hier zum Beispiel Nora Roberts (J.D. Robb), Rachel Ward und Alex Kava.

Paranormal Romance
Eins der wohl im Moment gefragtesten Genres. Egal ob Vampire, Werwölfe, Engel oder sonstige fantastische Gestalten – hier ist alles erlaubt. Am bekanntesten ist hier wohl Stephenie Meyer. Aber auch Cassandra Clare oder Nina Blazon dürfen hier keinesfalls ungenannt bleiben.

5 Bücher – 5 verschiedene Autoren – 3 verschiedene Genre:

Nicolas Sparks – Mit dir an meiner Seite ( Contemporary Romance )

Nicolas Barreau – Das Lächeln der Frauen (Contemporary Romance)

Jessica Bird – Wenn es plötzlich Liebe ist ( Chick-Lit)

Kim Schneyder – Ich und Er und Null Verkehr (Chick -Lit.)

Nina Blazon – Ascheherz (Paranormal Romance)

Nun heißt es nur noch hoffen, dass ich die richtigen Bücher ausgewählt habe und gelesen werden müssen sie ja auch noch.

Bis heute 0.00 Uhr könnt ihr Euch noch anmelden. Zum Beispiel HIER bei Sandy.

 
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Geschrieben von - Februar 28, 2011 in Challenges

 

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Heart Beating Stories Challenge – Das erste Buch

Ich mache tatsächlich bei dieser Challenge mit! Warum? Weil ich so viele Frauenromane zuhause habe, dass ich nicht mehr weiß wohin damit ;)

Nun begab es sich, dass ich folgenden Roman erhielt: “Ich und Er und Null Verkehr”. Vor ungefähr einer Woche dann las mein Freund es beim Lesemarathon und auch ich habe es mir jetzt zu Gemüte geführt! Es passt doch super in die Chick-Lit Sparte!?!

Ich und Er und Null Verkehr  - Kim Schneyder

978 3 492 26241 5

8,95 €

Ich und Er, also Sandra und Martin haben eine Beziehung. Das die nicht ganz normal läuft und schon nach einem Jahr kriselt, DAS kann doch nicht sein. Und so greift Sandra zum Buch aller Bücher: einem Paarratgeber. Nun heißt es nur noch: Befolge, was da steht!

Martin stimmt zu und so begeben sich die beiden auf einen verschlungen Weg, wohin auch immer. Vom verpassten Porsche bis zum Nesthüterindrang, alles wird auf’s Korn genommen!

Ja, Kim Schneyder hat es wieder mal geschafft! Nachdem sie mich schon mit “Im Bett mit Brad Pitt” überzeugt hatte, überzeugte sie sogar gleich zwei Personen auf einmal.

Ihr Schreibstil ist locker und sehr realitätsnah. Oft tauschten ich oder mein Freund Blicke aus, die besagten: “Das könntest auch du sein!” Für Päärchen ist dieses Buch ideal, da man sich selbst wiederfindet und darüber lachen kann!

Aber auch alle anderen werden Tränen lachen können, wenn es darum geht in einer “Hintern-belüfteten-selbst gebauten” Sauna zu sitzen oder wenn ein Mann versucht Multitasking zu betreiben und dabei ein Auto zu lenken.

Ich und er teilen sich dabei die Kapitel auf und der Leser wechselt so mit ihnen die Sichtweise. Die Gefühle sind gut nachzuvollziehen, obwohl es manchmal auch zu viel des Guten war.

Ich vergebe zusammen mit meinem Freund, nachdem wir beiden sehr gelacht haben, vier von fünf Bücherpunkten. Jeder, der herzlich Lachen möchte, ist bei Kim Schneyder an genau der richtigen Stelle.

 
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Geschrieben von - Februar 28, 2011 in Frauenromane, Romane

 

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