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Der Seelensammler – Carrisi

Der Seelensammler

Donato Carrisi

Piper, 2012

978 3 27386 2

9,99 €

Bücher und Autoren haben manchmal eine zweite Chance verdient. Vielleicht erinnert ihr euch noch an diese Rezension: Der Todesflüsterer. Nicht sehr begeistert hatte ich damals das Buch später quer gelesen und es unbefriedigt zugeschlagen. Es war mir zu unrealistisch und abwegig. Nun bekam Donato Carissi mit seinem zweiten Thriller eine neue Chance.

“Töte mich!”, so steht es auf der Brust eines Serienmörders. Dieser liegt nun in einem Krankenhaus im Koma. In seinem Haus hatte das Notarztteam zuvor Gegenstände gefunden, die er von den ermordeten Frauen behalten hatte. Aber wie kann erneut eine junge Frau verschwunden sein? 

Seht ihr all die bunten Zettel, die das Buch zieren? Sie kennzeichnen Dinge, die ich nicht mochte. Dieses Buch ist ein Vine-Thriller und wer sich mit Vine auskennt weiß: Amazon weist darauf hin, dass noch Rechtschreibfehler oder ähnliches vorhanden sein können. Dies ist auch völlig normal, wenn man ein Leseexemplar bekommt. Aber in dieser Ausgabe ist nicht vermerkt, dass es sich um solch ein Exemplar handelt. Warum das für mich wichtig ist? 

Ich habe ärgerliche Wortfehler gefunden und fehlende Buchstaben.Und ja, diese Dinge ärgern mich trotzdem, auch wenn ich dieses Buch zugeschickt bekommen habe, ohne etwas dafür zu bezahlen. Ich nehme die Abmachung ein Buch offen und ehrlich zu loben oder zu kritisieren ernst. Und so stören mich auch Rechtschreib – und Grammatikfehler.

Ich habe auch in einem Roman oder Thriller nichts dagegen, wenn wichtige Details wiederholt werden. Ist ein Buch besonders lang, bin ich sogar dankbar, wenn man Gedächtnis aufgefrischt wird. Aber wie finde ich es, wenn Sätze immer wieder auftauchen? Auf Seite 27, auf Seite 48, auf Seite 357… Nun werden einige von euch denken, das merkt sie sich? Ja, denn es waren besondere Sätze, sogar fast pathetische Sätze. Ich habe mitunter schon das Gefühl gehabt, es wurde Copy & Paste benutzt. Wichtige Sätze können gerne wiederholt werden, wenn dieses einen Sinn ergibt.

Was mich noch stört? Logische Fehler im Thriller. Seit wann ist eine Polizeifotografin eine Agentin? Und warum wenig später nur “noch” Polizist? Wie bitte erklärt man sich die Wortschöpfung “schalberternst”? Und warum gibt es in einem italienischen Thriller deutsche Namen?

Ich werde nun einige Dinge als Spoiler kennzeichnen. Fragen, die mir wichtig waren, aber euch den Spaß verderben könnten:

Wie kann der Tote sicher sein, dass seine Frau die Hinweise verstehen wird? Würde sie diese nicht verstehen, wäre das ganze Spielchen hinfällig!!!

Warum erfahre ich erst auf Seite 86, wer “Ginger und Fred” sind, obwohl die Protagonisten sich die ganze Zeit so nennen? Ich war sichtlich verwirrt!

Warum kommt niemand darauf, dass ein professioneller Fotograf MEHRERE Kameras hat? 

Und wie kann man von einer Telefonansage mit dem Inhalt “Oslo” darauf schließen, dass der Ehemann lügt und in Rom ist? 

Ihr Ehemann stirbt und sie wirft sich nach 5! Monaten an den Hals eines anderen? 

Manche der gespolierten Dinge ergeben sich zwangsläufig später aus dem Kontext. Aber der wirkt so gekünstelt, damit auch alles zusammen passt, dass ich manchmal laut gelacht habe. Außerdem finde ich, dass die Bezeichnung “der Jäger” grundsätzlich ungeeignet ist, um eine anonyme Figur zu betiteln, da ich immer gedacht habe: “Artikel und eine Berufsbezeichnung” und nicht “Ah, der Fremde!” Dauernd bin ich über dieses zusammengewürfelte Wortspiel gestolpert und war raus aus dem Lesefluss. 

Am Ende hätte ich mir gewünscht, dass die Kulisse nicht das Ergebnis vorgibt und mich der Thriller wenigstens in dieser Hinsicht überrascht. Aber Rom bleibt anscheinend Rom, eine Stadt mit Verbrechern, die immer aus der gleichen Ecke komme.

 
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Geschrieben von - Mai 8, 2012 in Thriller

 

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Nur ein Hauch von dir – Ransom

Nur ein Hauch von dir

S.C. Ransom

Fischer Schatzinsel, 2011

978 3 596 85450 9

16,95€

Als Alex am Ufer der Themse einen silbernen Armreif findet und ihn arglos über ihr Handgelenk streift, ahnt sie nicht, was sie damit auslöst. Es kann nur eine Täuschung sein, dass der blaue Schmuckstein sich hin und wieder zu verdunkeln scheint. Doch dann sieht sie plötzlich diesen Jungen vor sich: mit traurigen blauen Augen und atemberaubend schön. Bald taucht er immer öfter in ihrer Gegenwart auf, und sie stellt fest, dass sie die Einzige ist, die ihn sehen kann. Und dass ihre Hand beim Versuch, ihn zu berühren, ins Leere greift.

Geschichten um die große Liebe müssen mit vielen Gefühlen punkten. Sie müssen ehrlich sein, erhaben und etwas Besonderes sein. Mal ehrlich: Verlieben kann sich jeder und darüber reden auch. Es muss das gewisse Etwas geben, dass mich eine Liebesgeschichte lieben lässt.

Und leider habe ich dieses gewisse Etwas hier nicht gefunden. Alex ist am Anfang ein interessantes Mädchen. Wir lernen sie und ihre Freundin kennen, wie sie nach einer Kneipenfeier an der Themse spazieren gehen. Sie ist fröhlich, ein bisschen verklemmt und fühlt sich nicht als die große Aufreißerin. Sie himmelt einen Jungen schon ziemlich lange an.

Dann der Fund. Den Armreif habe ich mir immer wunderschön vorgestellt. Er glitzert in der Sonne, der blaue Stein passt wunderbar zu dem Silber. Am Anfang weiß Alex nichts damit anzufangen. So ginge es mir auch. Aber ab diesem Zeitpunkt bekomme ich Probleme mit Alex.

Manche ihrer Tests sind albern und hinterlassen den Eindruck, dass sie noch nicht sehr reif ist. Gleichzeitig ist sie aber im Führerscheinalter. Und dann trifft sie diesen Jungen. Das passiert ungefähr auch Seite 50. Warum ich so penibel mit den Seiten bin?

Knapp zwanzig Seiten später erzählt sie, wie sehr sie diesen Jungen liebt und küssen möchte. Bei einem Buch von 375 Seiten, hätte ich mir schon etwas mehr Zeit gewünscht für die beiden. Was ist mit dem sogenannten KENNENLERNEN? Sie überspringen dies völlig, gehen gleich in die Vollen. Aber mal ehrlich, dass macht die Liebesgeschichte nicht nachvollziehbar, sondern sehr unrealistisch. Immerhin ist er zu dem noch ein Geist. Wie wäre es erst mal mit Fragen wie: Warum bist du ein Geist? Warum kann ich die sehen? Wie heißt du?

Schlimmer wird es eigentlich nur, als der Höhepunkt des Buches naht: Die Bösartigkeit, die ich nicht weiter ausführen will. Die aber so vorhersehbar ist, dass es mir keinen Spaß gemacht hat.

Ich habe es zuende gelesen, weil ich wissen wollte, warum es einen zweiten Teil gibt. Dieser heißt: “Nur ein Blick von dir”.

 
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Geschrieben von - März 30, 2012 in Jugendbücher

 

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Ariadne – Zeitreisende soll man nicht aufhalten

Ariadne – Zeitreisende soll man nicht aufhalten

Kirsten John

Arena, 2011

978-3401066769

14,99 €

Ariadnes Familie ist sonderbar. Nicht nur, dass ihre kleine Schwester dauernd unsichtbar wird und ihre andere kleine Schwester Feuer machen kann, so ist noch nicht mal ihr Onkel normal. Der kann nämlich zufällig in der Zeit herum springen und als er plötzlich “ins Licht” gezogen wird, ist die Aufregung groß. Retten kann ihn wohl nur Ariadne. Doch wie, wenn ihr niemand erzählt wie sie richtig springt und wie sie bestimmt in welcher Zeit sie landet?

Ein Zeitsprung-Roman…. Toll… Nein?.. Doch nicht. Ach. Na les doch besser Kerstin Gier…. nee, hab ich auch schon. Fand ich auch nicht toll…..

So oder ähnlich laufen Gespräche ab, wenn es um Zeitreise-Romane geht. Dabei könnte der Verdacht aufkommen, dass ich einfach nicht für das Thema geschaffen bin. Aber mal ehrlich: Ist es zuviel verlangt, wenn man als Leser alles verstehen möchte, was mit der Zeitreise an sich zu tun hat? Wenn Wörter wie “Zeitreise-Dingbums” und “Hexending” den Leser nicht weiterbringen? Ist es zuviel verlangt eine verständliche Geschichte zu wollen? Und nicht tausend winzig, kleine Hinweise, die auf verschiedenen Wege, ein großes Ganzes ergeben sollen?

Im Endeffekt habe ich von dem Zeitreisekontinuum, den Familienverhältnissen und den Hexendingen in diesem Buch nicht viel verstanden. Da diese drei Dinge, den Hauptraum ausfüllen, habe ich das Buch umsonst gelesen. Könnte man meinen.

Aber auch wenn sich alles so anhört, gibt es Kleinigkeiten, die mir gefallen haben. ZUm Beispiel ist Ariadne eines der schlagfertigsten Mädchen, die ich in Jugendbüchern getroffen habe. Ich musste oft lachen, wenn die Jungs mit offener Klappe neben ihr standen. Aber kann ein Buch dadurch bestehen?

Es ist ein Jugendbuch, dass ich tatsächlich diesmal nur Kinder/Mädchen empfehle, die im  Alter von 11-13 Jahren ein bisschen lachen möchte. Ansonsten ist es eher etwas für die Schublade, denn auch wenn die Geschichte später schlüssig erscheint, ist sie oft verwirrend, widerspricht sich selber und bleibt an einigen Stellen sehr farblos.

Ich muss gestehen, da hat mir “Rubinrot” besser gefallen, war etwas ausgefeilter und weniger kompliziert. Zwei Bücherpunkte für Schlagfertigkeit und ein tolles Cover.

 
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Geschrieben von - Januar 23, 2012 in Jugendbücher

 

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Zeitenzauber-Die magische Gondel – Eva Völler

Zeitenzauber

Die magische Gondel

Eva Völler

Baumhaus, 2011

978-3833900266

14,99 €

Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen – und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen …
Es ist ein Zeitreiseroman und es ist der erste Band einer Reihe. Warum ich mich immer wieder darauf einlasse? Ich bin gespannt, ich suche noch DAS “Zeitreise”Buch, das mich vom Hocker reißt, nicht mehr loslässt. EInes, das mir Spannung bereitet, das mir eine Geschichte zeigt, die ich nicht schon kenne, das mich an Orte bringt, die ich sonst nie sehen werde…..
Auch “Die magische Gondel” bekam die Chance mich zu überzeugen. Viele Lesefreunde schwärmten von diesem Buch und so nahm ich an einer Lovelybooks-Leserunde teil.
Die Abschnitte waren dem Buch angeglichen, denn in vier Teilen wird man durch die Geschichte gelotst. Wir treffen die siebzehnjährige Anna, die in Venedig mit ihren Eltern ist. Die Eltern arbeiten, der Vater findet einen seltsamen Brief und eine Leiche ( er ist Archäologe) und damit fängt das Drama schon fast an ;)
Anna wird wenig später ins Wasser fallen, in eine Gondel gezogen werden und landet danach im Jahre 1499 in Venedig. So weit so gut.
Hätte ich nur nicht immer das Gefühl, dass Anna zwölf Jahre alt ist. Sie langweilt sich schnell, hört nicht zu, zeigt kein Interesse, ist nicht begeistert von einem “Loser-Jungen”. Tja, die soll siebzehn sein? Also fast erwachsen? So kam sie mir nicht vor. Ihre Gefühlsausbrüche und ihre Meinungen schwankten im Pubertätsalter von 12-14. Erst in Venedig 1499 fängt sie langsam an, anhand ihrer Probleme Lösungen zu entwickeln und auch ihr Charakter wächst. Ihre Selbsteinschätzung wird besser und sie wird ein freundlicherer Charakter.
In Venedig treffen wir Sebastiano, den Charmeur. So habe ich ihn mir vorgestellt: Ein gutaussehender, etwas feuriger Italiener mit wunderbaren braunen Augen ;) Kein Wunder, dass auch Anna und andere Frauen ihn toll finden. Und ab da freute ich mich, auf ein bisschen Liebesgeschichte in Zeitenzauber.
Aber auch hier wurde ich etwas enttäuscht, denn außer zwei, drei Blicken passierte nicht viel. Warum mich das so aufregt?
Weil alles was danach passiert, sehr gestellt wirkt, damit ein Ende in der Romanze in Sicht kommt.
Die Idee, Venedig um 1499, ist nett. Die Gassen sind ausgeschmückt, gut vorstellbar und ein tolles Ambiente. Die Figuren hätten etwas mehr Realismus vertragen. Aber sie haben noch Zeit sich zu entwickeln, denn es wird wahrscheinlich noch ein Buch geben. Schade, dass mich nur das Ambiente überzeugt hat. So bekommt das Buch:
 
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Geschrieben von - Januar 22, 2012 in Jugendbücher

 

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Vor meinen Augen – Kuipers

Vor meinen Augen – Alice Kuipers

FJB, 2011

978-3841421210

14,95 €

Ihre Welt bricht zusammen. Plötzlich ist alles laut, nichts mehr wichtig und ihr leben relativ unwichtig. Warum zur Schule gehen, wenn ihre Mutter es nicht merkt? Was tun, wenn die alte Freundin nur noch Jungs im Kopf hat und einem selbst so etwas nicht wichtig ist? Abigail weiß nicht mehr ein noch aus und ihr Leben schwimmt an ihre vorbei ohne dass wir den Auslöser kennen.

Alice Kuipers hat mich vor fast zwei Jahren tief berührt mit ihrem Buch “Sehen wir uns morgen”. Umso gespannter ist man als Leserin, wenn man ein neues Buch in der Hand hält. Gewundert hat mich die Dicke des Buches nicht, denn ich wusste: Auch mit wenig Worten kann Frau Kuipers zaubern und Gefühle wecken.

Abigail soll Tagebuch schreiben, ihre Gedanken damit verarbeiten. Das ist das erste was wir erfahren. Sofort läuten die Alarmglocken. Was ist ihr passiert? Warum ist sie so depressiv? Stück für Stück erfahren wir nun, in jedem Eintrag ein bisschen mehr, was sie so traurig gemacht hat. Eine gute Idee! Fast so ähnlich aufgebaut wie ein guter Krimi. Aber so eine Vorgehensweise kann auch nach hinten los gehen, so wie hier.

Abigail ist zwar depressiv, aber zwischendurch auch wieder völlig normal und sehr oft einfach nur egoistisch. Die Gefühle wirken aufgesetzt, ich mochte nicht mit ihr mitfühlen. Auch wenn ihr Mutter nie anwesend ist und sie oft links liegen lässt, hatte ich nie den Gedanken: Das arme Kind. Als Leser war ich unbeteiligt und schaute auf das ganze Geschehen von sehr weit oben herab. Schade, denn gerade die Gefühle hätten den Leser fesseln müssen.

Die anderen Charakter wie Freunde und Lehrer oder auch ihre Psychologin werden nur bruchstückhaft erklärt. Manche Handlungen ergeben keinen Sinn und tragen nur noch mehr dazu bei, dass ich mich verloren fühle, wenn ich weiter lese.

Im Endeffekt habe ich die letzten Seiten überflogen.Fast hätte ich noch überlesen, was Abigail eigentlich passiert ist. Am Ende weiß ich nicht, ob ich dieses Buch weiterempfehlen würde. Man sollte sich kein Beispiel an Abigail nehmen und schon gar nicht an ihrer Mutter.

Ich hoffe bei ihrem nächsten Buch nimmt sich die Autorin wieder mehr Zeit für echte Gefühle.

 
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Geschrieben von - Januar 7, 2012 in Jugendbücher

 

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Blutsbande – Jinks

Blutsbande

Bekenntnisse einer Vampirin

Cathrine Jinks

Dtv, 2009

978 3 423 247795

12, 90 €

Mal ein gegenteiliges Vampirbuch lesen? Sie sind nämlich nicht schön, sexy und glitzern in der Sonne. Ihnen ist schlecht, wenn sie Blut trinken. Sie kotzen wie wir und fallen in eine Art Koma, wenn die Sonne aufgeht. Das Leben eines Vampirs ist erstrebenswert? Nicht für Nina, die unfreiwillig gebissen wird, später Werwölfe kennen lernt und sich von Meerschweinchen ernährt! Und das geht auch nur mit Vitamintabletten.

Aha, nun haben wir alle etwas Neues gelernt. Oder etwa nicht? Cathrine Jinks machte auf sich aufmerksam mit ihrer Reihe “Teuflisches Genie”, aber da biss ich mir die Zähne dran aus. Also sollte es etwas witziges sein! Was kann man an einem Vampir-Verarsch-Buch schon verkehrt machen?

Letztendlich ist es auch nicht der Schreibstil, der mir Kopfschmerzen bereitet hat, sondern die holprige Handlung, die eigentlich keine war. Schnell gelesen waren die Kapitel und es kamen immer neue dazu, ein Fass ohne Boden und etwas habe ich auch nur quer gelesen. Es ist so absurd, dass ich es nach zwei Kapiteln schon nicht mehr witzig fand.

Warum? Die meisten Dinge, die wir uns vorstellen, nimmt die Autorin aufs Korn. Das ist nicht schlimm, aber es schon im ersten Kapitel zu tun ist schwierig. Was soll später noch passieren? Worüber soll ich lachen, wenn alles wichtige schon gesagt wurde? Und tatsächlich dreht sich die Handlung nachher im Kreis. Irgendein Vampir wird getötet und plötzlich sind alle in Panik. Aber da Vampire Weicheier sind und nicht schnell laufen oder doll schlagen können, versuchen sie es mit Diplomatie, Kidnapping und einfach nur reden.

Irgendwann habe ich nicht mehr gelacht und viel zu früh wurden die Gespräche platt und langweilig. Ich weiß, was ich nie wieder mache: Eine Verarsche lesen, die Humor haben soll oder sarkastisch sein soll.

 
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Geschrieben von - September 22, 2011 in Fantasy

 

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Das Werk der Bücher – Stephan Naumann

Das Werk der Bücher

Stephan Naumann

Gmeiner, 2011

978 3 8392 1139 7

12, 90 €

Mitte des 15. Jahrhunderts:

Kinderlos, verbittert und unehrlich sehnt sich Tanner nach einem Erben. Um diesen zu bekommen ist ihm alles recht, auch ein Pakt mit dem Teufel. Nathan, das Kind, des Teufels ist seinem Vater und schnell auch seiner ganzen Umwelt unheimlich. Er triezt dich Menschen, wo er kann und ahnt die schrecklichsten Dinge, der unbescholtenen Seelen voraus. Nur eine Nonne ahnt, dass mehr hinter dieser Kinderfassade steckt und will den Jungen verbrennen. Nathan macht das Feuer aber nichts aus und genau in jenem Augenblick, als die Flammen an ihm lecken, bekommt er seinen teuflischen Auftrag: Gutenbergs Buchdruck soll dazu dienen, die Gunst des Teufels zu vervielfältigen….

Gutenberg, der Teufel und Bücher in einem Band! Eine gute Mischung würde ich mal sagen. Leider bekam ich schon auf Seite 11 schlechte Laune, denn ab da schlichen sich die ersten Fehler ein. Es fehlten Buchstaben, ärgerlich. Wenn das Buch mich daraufhin trotzdem noch fesselt, will ich wohl darüber hinweg sehen. Aber leider schaffte es weder Nathan noch andere Figuren mich bei der Stange zu halten.

Nathan ist das Teufelskind, klarer Fall würde ich sagen. Aber muss es deswegen so unnahbar sein? Habe ich als Leser nicht ein recht darauf, an seinen Gefühlen und Gedanken teilzuhaben? Leider passiert genau dies nicht. Nathan ist einfach nur von Grund auf böse. Das war es auch schon. Kein bisschen Tiefgang, nicht einmal Gedanken, was er als nächstes tun wird. Schade, denn das Potential zum abgrundtief Bösen ist tatsächlich sichtbar.

Sehr unwahrscheinlich empfand ich aber das Alter von Nathan. Als er in eine andere Stadt geht und dort “unfreiwillig” eine Lehre beginnt, ist er acht. Auch wenn der Teufel seine Finger im Spiel hat, halte ich es schlichtweg für unmöglich, dass ein achtjähriger in die Druckerlehre geht.

Ansonsten plätschert die Geschichte vor sich hin, da sie immer wieder unterbrochen wird, durch Geschichtseinschübe. Man erfährt allerlei trockene Fakten über Päpste, Brände und die Pest, wesentliche Fortschritte macht die Handlung in des aber nicht.

Schade, denn ich habe mich auf dieses Buch sehr gefreut. Die Aufmachung verdient trotzdem einen Punkt und auch das mitgelieferte Lesezeichen ist eine Bereicherung für meine Sammlung.

 
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Geschrieben von - August 16, 2011 in Romane

 

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Stolz und Vorurteil und Zombies – Grahame-Smith

Stolz und Vorurteil und Zombies

Jane Auten & Seth Grahame – Smith

PaniniComics, 2010

978 3 86201 012 7

16, 95 €

Man kennt es als “Die düstere Pest” und ihre beklagenswerten Opfer werden, so man sie benennen muss, nur als ” Die Unaussprechlichen” oder “Die Kreaturen” bezeichnet. In ganz England haben sich die Toten aus ihren Gräbern erhoben und selbst die Töchter der edelsten Familien Britanniens müssen sich nun den tödlichen Künsten des Kampfes widmen, um dem Heer der Zombies Einhalt zu gebieten.

Elizabeth Bennet ist eine furchtlose Kämpferin, deren Schwert ebenso scharf ist wie ihre Zunge. Doch sie findet einen ebenbürtigen Widerpart in Mr. Darcy, den sie trotz seiner eitlen Hochmütigkeit seltsam reizvoll findet. Was auf einem Ball beginnt, wächst zu wahrer Liebe, die weder die intrigante Tante, noch tödliche Ninjas und schon gar nicht Horden von nach Hirn, Fleisch und Blut gierende Zombies, zerstören können.

Es war ein Versuch, ehrlich. Im übrigen mein erster Leseversuch mit Zombies. Jane Austen müsste jedem irgendwie bekannt sein und auch mir war die Geschichte um Elizabeth und Mr. Darcy nicht unbekannt. Ich wusste vorher, ich sollte das Buch nicht ernst nehmen. Das war klar, aber was dabei raus kommt, wenn man Jane Austen und Zombies kreuzt, sollte wenigstens nachvollziehbar sein.

Aber auch das ist der Comic nicht, denn trotz Zombies, werden dauernd Bälle gefeiert und es geht nur um das Verheiraten der jungen Mädchen. Aber wenn vor meiner Haustür Zombies wohnen und ich das weiß, handele ich nicht anders?

Mr. Darcy ist sehr kantig und düster gezeichnet, dass finde ich sehr ansprechend. Auch sonst sind einige Bilder, wenn sie nicht gerade vor Blut und Gehirn verschmiert sind, wunderbar gezeichnet und lassen erahnen, was er Graham-Smith könnte, wenn er nicht sabbernde Zombies zeichnen würde.

Das Mr. Darcy und Elizabeth zusammen kommen, ändert sich auch in diesem Comic nicht. Nur in der Familie rund um Elizabeth spielen sich einige eigentümliche Dinge zusammen mit Zombies ab. Und dass das Weibsbild so gut mit dem Schwert umgehen kann, erregt natürlich noch mehr Mr. Darcy Aufsehen.

Im Endeffekt kämpfen sie dauernd und ich habe mit ein bisschen mehr Story gewünscht, vor allem weil einige Gespräche im Comic sehr normal verlaufen und erahnen lassen, dass sich jemand Gedanken gemacht hat.

Schade, zwei Bücherpunkte: 

 
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Geschrieben von - Juli 23, 2011 in Horror

 

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Poison Diaries – Wood

Poison Diaries – Wood

Fischer, 2011

14,95€

978-3841421241

Jessamine, ein Mädchen, dass nicht viel von der Welt kennt, außer ihren Vater und das Gemäuer in dem sie wohnen, führt ein Tagebuch: The Poison Diaries. Jeden Tag schreibt sie, wie sie auf die Bella Donna Samen aufpasst und was in ihrem Leben sonst geschieht. Ihr Vater ist so etwas wie ein Hexer. Jede Pflanze kennt er und weiß auch, wie er sie einsetzen muss, um Menschen zu heilen.

Manchmal ist er tagelang unterwegs und lässt Jessamine allein, dann ist sie neugierig, will mehr wissen über die Arbeit ihres Vaters oder den „verbotenen Garten“.

Eines Tages ändert sich alles. Weed tritt in das Leben des Vaters und somit lernt auch Jessemine ihn kennen.

Weed ist still, unheimlich und geheimnisvoll. Er scheint alles das zu sein, was Jessamine nicht ist und scheint alles zu verkörpern, was sie sehen und erleben möchte. Doch warum kennt der junge Mann sich so gut mit den Pflanzen aus, sogar besser als ihr Vater? Warum hat er Angst vor dem Giftgarten und all seinen giftigen Pflanzen?

Er hütet ein dunkles Geheimnis und als Jessimne sehr krank wird, stellt sich die Frage: Kann er sie retten oder wird Weed dem Poison Prinz die Tür öffnen?

Der Hintergrund der Geschichte ist vielversprechend. Giftige Pflanzen, die in der zeit um 1700-1800 noch gänzlich unerforscht sind und eigentlich liebenswerte Charaktere treffen auseinander. Schade nur, dass Jessamine ein eher „dummer“ Charakter ist. Ohne viele Fragen glaubt sie Weed blind alles, was er sagt und macht. Und auch ihrem Vater gegenüber ist sie nie misstrauisch.  Alles scheint nur Gut oder Böse für sie zu sein.

Die komische Einstellung mancher Figuren wird noch dadurch unterstrichen, dass die Sätze sehr kurz sind und manchmal gar keinen Sinn transportieren. Gelangweilt las ich über einige Sätze hinweg und dachte fröhlich an etwas ganz anderes.

Alle anderen dunkeln Geheimnisse werden nur sehr kurz angerissen, sodass sich keine Spannung aufbaut. Ob die Geheimnisse nun gelüftet werden oder nicht,  dass war mir ziemlich egal. Auch das Tagebuch leitet den Leser eher in eine Sackgasse, denn es taucht nur immer sehr kurz auf und hat keinen richtigen Sinn.

Letztlich habe ich es zu Ende gelesen,  um zu wissen, was vielleicht im nächsten Band passieren soll.

Einige interessante Passagen gab es dann doch noch im letzten Drittel des Buches. Gespräche zwischen der im Delirium liegenden Jessamine, Weed und dem Bösen, sind gut geschrieben und haben einen moralischen, aber auch guten Inhalt preiszugeben. Schade, dass diese Momente so selten sind, denn schon von außen ist das Buch eine Augenweide.

Empfehlenswert ist es für jemanden, der keine bestimmte Vorstellung von diesem Buch hat und vielleicht noch kein anderes Buch über giftige Pflanzen und diese Zeit gelesen hat. Allen anderen würde ich prinzipiell davon abraten dieses Buch zur Hand zu nehmen. Ich vergebe zwei Bücherpunkte.

Geschrieben  für buecherkinder.de 

 
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Geschrieben von - Juni 8, 2011 in Fantasy, Jugendbücher

 

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Curia – Oscar Caplan

Curia – Oscar Caplan

Piper, 2011

978-3492259446

9,95 €

Nicht nur für meine “Thriller-Challenge” 2011 habe ich dieses Buch gelesen. Auch das Thema hörte sich interessant an und versprach recht spannend zu werden.

Als der brillante Ägyptologe Théo St. Pierre vom Tod seines Bruders erfährt, begibt er sich auf eine lebensbedrohliche Spurensuche. Denn der Bruder war Kardinal im Vatikan und kurz vor seiner Ermordung in den Besitz eines antiken Pergaments gelangt – eines Pergaments, dessen brisanter Inhalt die katholische Kirche in ihren Grundfesten erschüttern würde.

Es scheint, dass niemand bereit ist Theo zu helfen. Die Polizei darf nicht im Vatikan ermitteln und allen anderen dort ist es herzlich egal, ob sein Bruder tot ist oder nicht. Als er aber anfängt sich über den Opus Dei Gedanken zu machen und tatsächlich beschatten wird, beginnt eine Hetzjagd von fast biblischen Ausmaß ;)

Liebe Leser was ist das für ein Brocken! 677 S. im Taschenbuch, da fällt nicht nur das Festhalten schwer sondern auch das Lesen. Die Schrift  ist dermaßen klein, dass ich nach 47 Seiten das Gefühl hatte ich las bereits 100 Seiten. Dem war aber leider nicht so =(

Am Anfang ist das Buch staubtrocken. Warum? Ich musste die Pergamente lesen, die der Kardinal gefunden hat. Die Pergamente wurden eingeschoben, so dass der Text noch enger zusammen rückte und er war auch sehr eigentümlich geschrieben. Eigentlich normal, weil die Texte v. Christus entstanden sind.

Manches leuchtete mir ein, anders befand ich als überflüssig. Außerdem kommen noch kursive Rückblenden dazu, wenn Theo sich an seinen Bruder erinnert. Diese Rückblenden sind zwar sehr hilfreich ( Warum wird er Priester? o.ä) aber sie verwirrten mich auch oft.

Gott sei Dank beginnt irgendwann die angekündigte Hetzjagd. Der Opus Dei und andere seien nicht verraten, hetzen Theo um die halbe Welt und schließlich nach Saudi-Arabien…. Diese Jagd ist wirklich schnell und abwechslungsreich, aber manchmal kann man dem Autor nicht ganz folgen. Vieles habe ich einfach auf der “Strecke” liegen lassen und hoffte ich würde den Kern der Sache erwischen.

Manchmal ist weniger einfach mehr und ich hätte mir gewünscht der Autor hätte etwas mehr “weggelassen”. 677 Seiten waren schon ein hartes Stück Arbeit und Arbeit soll Lesen nicht sein.

 
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Geschrieben von - Mai 24, 2011 in Thriller

 

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