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Spezialeinheit E.N.G.E.L – Newbound

Spezialeinheit E.N.G.E.L

Andrew Newbound

Chickenhouse, 2011

978 3 551 52015 9

12, 95 €

Es sieht nach einem ganz normalen Geisterjäger-Auftrag aus. Und Alannah versteht ihr Geschäft, auch wenn sie erst 12 Jahre alt ist. Aber diesmal läuft alles schrecklich schief. Ihr Freund Wortley wird beinahe von Hyänen gefressen und dann tauchen plötzlich Dämonen auf, gegen die Alannah nicht ankommt. Wenn Inspector Flhi Swift nicht gerade mit ihrer Spezialeinheit in der Nähe gewesen wäre, hätte sonstwas passieren können. Jetzt müssen Flhi und Alannah zusammenarbeiten. Aber Flhi kann Alannah nicht ausstehen und Alannah misstraut grundsätzlich allen Geistern. Sogar wenn sie E.N.G.E.L. sind.

Ohne irgendjemanden in Schutz nehmen zu wollen (schon gar nicht mich), ich habe die ersten 30 Seiten gelesen und dann gab es etwas Mitte und etwas Schluss. Das heißt wohl nichts gutes, wie ihr bemerken könnt.

Diese ganze Geschichte hat mich nicht vom Hocker gerissen. Alannah empfand ich als selbstsüchtig und nervig. Sie wollte den Geistern ihre Schätze abluchsen und ihre Eltern suchen. Wehe dem, irgendwer wollte ihr nicht helfen. Wie ihr bester Freund, ihr bester Freund sein kann, vor allem nachdem sie sich endlich herab lässt ihm zu helfen, ist mir ein Rätsel.

Leider bleibt ihr Freund auch sehr blass, den Alannah saugt alle Beschreibungskraft in sich auf, so dass sogar die Spezialeinheit, einfach nur ein bunter Haufen von komischen Gestalten bleibt. Ich bin auch nicht dahinter gestiegen, ob Fihi nun ein Engel ist oder nicht. Sie trägt zwar Flügel, aber die sind nur umgebunden und die hat sie nur durch eine Beförderung erhalten. Also nur Engel auf Zeit? Meiner Meinung nach suggeriert hier der Titel, nicht das, was er verspricht.

Sonst hat die Geschichte auch keine Chance sich zu entwickeln, denn es passiert so übermäßig viel (und ich habe nur partiell gelesen), dass manchmal alles holterdiepolter geht. Aber keine Angst, es gibt ein sagenumwobenes Schlupfloch für Teil 2. Dieses Buch ist bei mir durchgefallen.

Dieses Buch kann ich nicht weiterempfehlen, tut mir leid. Aber ich kann auch nicht Lügen. So bleibt es ohne Punkte zurück.

 
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Geschrieben von - November 4, 2011 in Jugendbücher

 

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Mein Tag mit Elysion Books

 

Venusblut – Jennifer Schreiner & Im Bann der Engel – Christiane Gref

Elysion, 2011

Venusblut:

Mit Begeisterung habe ich die beiden Vorgänger Zwillingsduft & Honigduft gelesen. Und man sollte wirklich diesen dritten Band erst nach den anderen lesen, denn die Geschichte geht nahtlos weiter. Worum es geht?

In einem Jahrhunderte währenden Kampf um Legenden und Leidenschaften macht er seinen letzten Zug. Nachdem die Unsterblichkeit der Vampire erloschen ist, liegt es an Joel der letzten Intrige des mächtigen Magnus auf die Spur zu kommen. Doch ausgerechnet Judith, die menschliche Tochter dieses unberechenbaren Vampirs erweist sich als ausgesprochen störrisch. Während der Herr der Schatten versucht, Judith das letzte Geheimnis ihres Vaters zu entlocken, kommen die Vampirkönigin und ihr treuster FeindHasdrubal dem wahren Geheimnis der Unsterblichkeit auf die Spur. Aber die gefundenen Bruchstücken der Vergangenheit verändern die Geschichte der gesamten Vampirgesellschaft und der Preis für die neuerliche Unsterblichkeit der Vampire ist unerträglich hoch.

Bewusst unscharf halte ich diese Inhaltsangabe, damit ich euch nicht den Spaß verderben. Vorteil an “Venusblut”: Es ist ein würdiger Abschluss für eine Trilogie, die sprachlich genau so gut ist, wie die ersten beiden Bände. Man darf nicht vergessen, dass es erotische Literatur ist und diese auch einen festen Platz einnimmt. Trotzdem sind diese Szenen nicht schlecht zu lesen und man merkt,dass sie mit Herzblut geschrieben wurden. Ich finde solche Szenen immer sehr schwierig, weil sie schnell überbordet wirken können oder kitschig. Aber Jennifer Schreiner schafft den Spagat sehr gut und ich freue mich auf das nächste Buch von ihr .

Im Bann der Engel:

In der abgelegenen Kleinstadt Cravesbury arbeitet die Wissenschaftlerin Elena Winterstone an einem geheimen Forschungsprojekt. Doch der Erfolg lässt auf sich warten. Bis Elena hinter das Geheimnis ihrer reichen Auftraggeberin, Madame Hazard, kommt. Erst dann gelingt es ihr schließlich, mechanische Engel zu erschaffen. Schon bald muss Elena erkennen, dass ihre Schöpfungen zu einer Gefahr für Cravenbury werden. Trotzdem ist Madame Hazard nicht gewillt, ihre Experimente aufzugeben. Im Gegenteil. Verletzt und beunruhigt durch das offene Misstrauen der Stadtbewohner, zwingt sie Elena dazu, Todesengel als ihre persönlicheSchutzlegion zu erschaffen. Ausgerechnet in einem dieser tödlichen Engel, dem anziehenden Amenatos, findet Elena einen Verbündeten. Gemeinsam mit ihm setzt die Wissenschaftlerin nun alles daran, ihre eigene Schöpfung unschädlich zu machen.

Zuerst muss ich sagen, dass mir das Cover gut gefällt. Die Frau hat etwas geheimnisvolles an sich. Und am Anfang gefiel mir auch der Schreibstil von Frau Gref. Allerdings fielen mir sehr schnell große Lücken im Inhalt auf. Die Figuren waren sehr flach und mir fehlte oft ein Bezugspunkt auch hinsichtlich der Gefühle.

Schade finde ich auch, dass der Steampunkt-Anteil sehr gering gehalten wurde. Zwar geht es hier um Maschinen, aber sie sind nur oberflächlich beschrieben, so dass ich es mir nicht richtig vorstellen konnte. Es ist alles etwas halbherzig beschrieben. Sogar die vorkommenden erotischen Szenen sind eher kurz und zum Teil lieblos gestaltet.

Dieses Buch hat mich leider nicht überzeugt. Für “Venusblut” vergebe ich vier Bücherpunkte, für “Im Bann der Engel” leider nur einen Bücherpunkt.

 
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Geschrieben von - August 2, 2011 in Fantasy

 

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Dampfnudelblues – Rita Falk

Dampfnudelblues – Rita Falk

Dtv, 2011

978 3 423 24850 – 1

14, 90 €

Niederkaltenkirchen 2011: Da wo die Sonne untergeht, wo Kinder Sushi genannt werden und der Eberhofer, tja der ist’s immer noch da.

“Stirb, du Sau!” steht da an der Rektorenwand und das Telefon klingelt natürlich beim Eberhofer, schließlich ist er immer noch Polizist im Dorf, obwohl bei der letzten Leich’ nicht alles wunderrund gelaufen ist. Aber er macht erst mal nix, kann ja alles nicht so schlimm sein. Aber als der Rektor dann zwei Tage später wieder verschwindet, wieder auftaucht und plötzlich doch tot ist, da muss sogar der Eberhofer einsehen: Eine Leich’ is a Leich’ !

Der zweite Fall für Franz Eberhofer! Habe ich beim Ersten noch ein Video gedreht, schreibe ich jetzt nur noch eine Rezension. Habe ich beim ersten Buch noch versucht, etwas Gutes für mich zu entdecken, werde ich damit nun nicht schon wieder anfangen.

Es steht Provinzkrimi auf dem Titelbild und ich wusste, sie reden alle Dialekt. So weit so gut. Aber warum passiert die ersten 100 Seiten gar nichts? Warum erfahre ich nur etwas von Eberhofers Familie und der Sushi? Und warum nimmt der Polizist seinen Job nicht ernst?

Ich weiß, dass er eher der Dorftrottel ist, der grade so eben Polizist ist und eigentlich nie Lust hat etwas zu tun (außer mit der Susi zu schlafen). Aber kann er nicht wenigstens ein bisschen ermitteln? Kann nicht irgendetwas entfernt an einen Krimi erinnern?

Es ist süß, wenn er Dialekt spricht und es ist auch süß, dass er dauernd alles falsch machen darf und trotzdem noch Polizist ist. Aber mal ehrlich, irgendwann ist doch auch mal Schluss oder? Auch ein Dorfpolizist hat seine Pflichten und kann nicht immer tun und lassen was er will.

Ja, ich nehme es als Leser ernst, wenn dort Krimi drauf steht und in anderen Regionalkrimis gibt es auch den Trottel. Aber er ist nie so ausgewalzt wie hier und nie so nervtötend.

Pluspunkt: Es lässt sich schnell lesen, denn mitdenken oder nachdenken muss man nicht unbedingt. Und das Cover ist auch schön und sehr passend gewählt.

 
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Geschrieben von - Juli 28, 2011 in Krimi

 

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Lauf – Jamie Freveletti

Lauf – Jamie Freveletti

Ullstein, 2009

978 3 548 28119 3

8, 95 €

Emma ist Ulrta-Marathonläuferin. Dass ihr das einmal helfen würde nur weil ein Flugzeug mit ihr abstürzt, hätte sie nicht gedacht. Aber tatsächlich stürzt ihr Flugzeug mitten über einem Dschungel ab. Sie weiß nicht warum, aber der Schrecken beginnt erst wirklich, als Emma aus dem Flugzeug geschleudert wird und sieht wie die anderen, lebenden Insassen gefangen genommen/entführt werden.

Emma beginnt zu laufen. Sie weiß nicht wohin, sie ahnt nicht, wer ihr da folgt und vor allem sie ahnt nicht, dass ihr Geheimnis der Grund dieses Unfalls ist…

Was sich relativ spannend auf dem Rücken liest, war noch knapp 50 Seiten immer noch langweilig. Der Anfang zieht sich, vor allem, weil das FBI, die tolle Kampf-Einsatz-Truppe und mehr Polizei, bis ins kleinste Detail beschrieben wird. Das hätte man auf jeden Fall kürzen können.

Außerdem empfinde ich Emma als einen sehr flachen Charakter. Weder ihre Gefühle, noch ihre Geschichte ist sonderlich gut beschrieben. Man hätte aus ihrem Geheimnis mehr herausholen können, auch wenn der Leser nur Stück für Stück erfährt, was mit Emma los ist.

Die Dschungelbeschreibungen wiederum haben mir gefallen. Wie Emma sich durch den Dschungel kämpft und flüchtet, dass konnte ich mir gut vorstellen.

Ich habe von der Autorin noch “Flieh” in meinem Regal stehen und hoffe, dass sich ihre Charaktere und zum Teil auch ihr Schreibstil gebessert haben.

 
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Geschrieben von - April 6, 2011 in Thriller

 

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Kill Whitey – Brian Keene

Kill Whitey – Brain Keene

Otherworld, 2010

978 3 8000 9527 3

16, 95 €

Ich liebe Horror. Bücher, mal einen Film. Ich mag auch Filme und Bücher in denen es um Action geht und immer irgendetwas passiert. Aber was ich nicht mag ist: Kill Whitey. Es hat nichts damit zu tun, dass niemand sonst dieses Buch mag, aber für mich war es nur Trash. Ein Roadmovie, in dem dauernd das Wort “Katze” in den Mund genommen wurde, und es war keine Katze gemeint ;) . Ich möchte hier in meinem Blog, keine solchen Wörter benutzen. Obwohl, vielleicht würden man mich dann schneller bei Google finden ;)

Aber zum Inhalt:

Larry Gibson sehnt sich nach Abwechslung von seinem eintönigen Alltag. Als er mit seinen Freunden in einen Stripclub  geht, sieht er dort Sondra tanzen. Und schon ist er hin und weg. Kein Problem eigentlich, wenn er nicht genau diese Sondra Tage später, geschlagen und dreckig unter seinem Wagen finden würde.

Sie wickelt ihn leicht um den Finger. Larry meint, es ist Liebe und Sondra will nur Rache gegenüber Whitey.

Sie: Versprichst du mir ihn zu töten?” O-Ton Larry ( so ungefähr) – “Ihre vollen Lippen glitzerten im Licht, ihr Körper war der helle Wahnsinn und brachte mich in Wallung! Hätten sie ihr nicht ALLES versprochen?”

Was danach beginnt, ist eine actionreiche Verfolgung. Whitey möchte seine Braut und sein Geld wieder haben, Larry möchte sein Leben behalten und Whitey töten. So weit so gut, würde Brain Keene nicht plötzlich auch noch Rasputin ins Spiel bringen und damit die Geschichte aus der Bann bringen. Ein Fantasyelement in einem Roadmovie-Roman? Nein, danke. Eher nicht.

Es gibt nichts an Brian Keenes Schreibstil auszusetzen, auch passiert genug und es wird nie langweilig. Aber irgendwie gingen mir die Figuren nach einer Weile auf den Keks. Sondra spricht nur gebrochen Deutsch, Larry erweist sich als “scheiß-verliebt” und macht jeden Scheiß mit.

Außerdem wird jedes Klischee bedient, dass es über Prostituierte, die Russen-Mafia und dumme Lagerangestellte gibt.

Ein bisschen zu dick aufgetragen, Herr Keene.Oder aber, ich bin die falsche Zielgruppe, weil ich auch eine “Katze” habe ;)

 
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Geschrieben von - März 25, 2011 in Horror, Thriller

 

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Wir tun es für Geld – Sachau

Wir tun es für Geld – Martin Sachau

978 3 548 28144 5

8,95 €

Ein lustiger Roman, eine gute Story laut Klappentext: Lukas heiratet seine Mitbewohnerin. Nein, nicht aus Liebe, sondern aus Gründen der Steuersparsamkeit. Aber was passiert, wenn plötzlich in die Nebenwohnung ein Finanzbeamter einzieht? Lukas Arsch geht auf Grundeis, wenn die Ehe auffliegt sind sie beide dran!

Aber wie Ehe spielen, wenn man nur Streit hat und sich gar nicht wirklich mag? Schlimmer noch, Ekkehard möchte als Finanzbeamter und Freund in einer Person, die Ehe retten bevor sie den Bach runter geht.

Ich hatte soviel erwartet und wurde bitter enttäuscht. Zwar ist die Grundidee witzig und hat bestimmt Potenzial, aber streckenweise ist es einfach nicht gut umgesetzt worden. Die Geschichte schleppt an einigen Stellen so sehr, dass ich eine lange, lange Pause brauchte um mich dann zum Lesen wieder aufraffen zu müssen.

Das ewige Reden über Hifi-Anlagen und Jazzmusik machte es nicht besser. Was interessieren mich alte Anlagen von Annodazumal, wenn ich etwas witziges zwischen Lukas und Ines interessiert?

Der Klappentext verspricht etwas anderes als mir geboten wird und das ist schade. Außerdem kannte ich die genannten Jazzmusiker kaum und fühlte mich oft in einem Lehrfilm für Musik.

Das erste Buch von Herrn Sachau hat mich zum Lachen gebracht, dieses leider nicht. Oder ich habe einen anderen Humor. Seichte Unterhaltung, mit kitschigem Ende.

Ich betone, es war nichts für mich, muss aber nicht jedem so gehen.

 
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Geschrieben von - März 4, 2011 in Romane

 

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Mord in Germany

Na, kennt ihr diesen Arm? Ist es vielleicht sogar deiner? Bist du sicher, dass er es nicht ist?

Ungeheuer – Claudia Puhlfürst

Blanvalet, 2010

978 3442 37354 3

8, 95 €

MORD in GERMANY

Ja, wo denn sonst? Immerhin muss hier auch mal etwas passieren! ! ! Nichts desto trotz, ärgere ich mich Rot, nein Schwarz, oder doch Gold ;)

Da freue ich mich als das Buch “Ungeheuer” kommt wie blöd und nun ärger ich mich, dass ich es gelesen habe. Sachen gibt’s. Aber ich kann nun mal nicht immer nur gute Bücher lesen.

Fangen wir trotzdem von vorne an! Laura Brikenfeld ist Journalistin. Nachts hat sie nun aber Albträume, die sie nicht schlafen lassen. Sie wird durch den Wald gehetzt und später im Traum erdrosselt. Was kann sie dagegen tun? Eines Tages entdeckt sie in einer Zeitung einen Artikel, der ihr das Blut in den Adern gefrieren lässt. Eine junge Frau wurde verstümmelt in einem Wald aufgefunden. Vom Täter keine Spur. Ob die Träume und diese Dinge zusammenhängen?

Was sich blutig und spannend anhört, war am Anfang auch richtig gut. Der Schreibstil von der Autorin Puhlfürst ist nicht anstrengend und man kann ihr gut folgen. Lara ist eine nette, charakteristische junge Dame mit nur einigen Beschwerden.

Der Mörder hat ein schauderhaftes Innenleben, dass immer wieder breit getreten wird. Seitenlang sitze ich mit ihm im Auto und fahre hinter seinen Auserwählten her oder sitze in seiner Wohnung mit ihm. Diese Szene waren mir viel zu lang und aufgewälzt kamen sie mir auch vor. Ich hatte das Gefühl, es fehlten noch ein paar Seiten um einen ganzen Roman zu schreiben und so fügte man hier und da noch irgendetwas ein.

Schlimmer wird es erst, als Lara diese komischen Träume hat, die wohl Vorahnungen sind. Woher sie kommen? Es soll wohl irgendeine Gabe sein, sagte ihre Großmutter. An diesem Punkt hatte ich fast schon genug, gerade weil ich wert auf Realitätsnähe lege und mir diese Sache zu weit hergeholt war.

Aber anstatt die Spannung zu verschärfen, wandert der Leserblick immer nur in das Horrorkabinett des Mörders und wir erhalten einen geschichtlichen Abriss über Ed Gain. Ja, interessant, aber für mich nicht relevant in diesem Moment.

Ich bin wirklich enttäuscht, gerade weil ich der Meinung bin, es gibt gute deutsche Thriller sowie auch Krimiautoren. Man muss nicht immer zum Amerikaner greifen.

Aber hier sage ich für mich ganz klar: Finger weg, auch beim nächsten Mal!

 
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Geschrieben von - Februar 6, 2011 in Thriller

 

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Ausgebucht – Steffi von Wolff

Ausgebucht – Steffi von Wolff

rororo rotfuchs, 2011

978 3 499 21573 5

12, 99 €

Dieses gute Buch habe ich bei Vorablesen.de gewonnen. Es ist ja nicht so, dass ich nicht die Leseprobe gelesen hätte. Und ich muss zugeben, dass ich sie witzig fand. Ich schrieb genau dass:” Es wäre mein erstes Buch von Steffi von Wolff und es höre sich lustig an.”

Also war es ein Versuch wert, dachte ich. Nun soll dieses Buch für das Alter 15 – 16 sein. Gut, da bin ich mit meinen 25 Jahren locker drüber. Aber man kann doch trotzdem die Witze verstehen und das Gefühlschaos der Protagonisten?!?!

Katinka und Dine sind Zwillingen, die sich nicht mögen. Keiner weiß warum, aber sie zicken sich dauernd an und werfen sich gegenseitig böse Sprüche an den Kopf. Bis ihre verrückte Großmutter stirbt, denn die hat sich ein Testament ausgedacht, dass es in sich hat. Dine und Katinka sollen ein Hotel (“Friesenzauber) wieder auf Vordermann bringen. Renovieren in drei Monaten, dann drei Monate ausgebucht sein. Erst DANN gibt es das Geld.

Doch das Dorf entpuppt sich als hinterwäldlerisch und eigenartig. Die Menschen hegen einen Argwohn gegen die Schwester und auch Handyempfang gibt es nicht… Die Katastrophen sind vorprogrammiert!

Was mir gefallen hat? Die Leseprobe und das Cover. Immerhin ist es schön bunt und auffällig. Leider ist die Liste der Dinge, die mir nicht gefallen haben etwas länger.

Das Gezicke der Zwillinge war in der Leseprobe noch moderat und witzig. Aber das über 200 Seiten? Nach kurzer Zeit war ich genervt und überlas die bösen Beschimpfungen einfach. Zum Inhalt steuert sie eh nicht bei.

Die Figuren selbst sind ein bunt zusammengewürfelter Haufen, der auf den ersten Blick viel Fröhlichkeit und auch ein Weiterkommen der Geschichte signalisiert. Leider sind manche Figuren viel zu sehr mit Klischees behaftet. Da gibt es den Hessen, der immer nur hesselt und immer alles weiß und natürlich die Dorftrottel, die aufgewachsen auf dem Land, immer nur mit “Jo” antworten und noch nie einen Computer gesehen haben. Ach Post? Naja, die kommt erst im August wieder. Bis dahin sind es noch drei Monate.

Ich bin selbst auf dem Dorf aufgewachsen und natürlich hat ein gewisses Dorfleben Nachteile zum Stadtleben, aber so wie die Menschen hier dargestellt werden, sind sie nicht. Dumme Dorftrottel, die von nichts eine Ahnung haben und Leben wie im Mittelalter. Ah, ja, danke für diesen Einblick in das Leben vieler Menschen.

Als ich bei Twitter feststellte, dass ich dieses Buch am liebsten töten möchte, bekam ich antworten, dass das Buch doch gut gewesen sei. Hier sei noch mal darauf hingewiesen, dass jeder seine eigene Meinung haben darf, und verschiedene Geschmäcker bereichern unseren Bloggerwald ;) Auch der Tipp mir dieses Buch als Comedy-Bühnen- Programm vorzustellen, brachte mich nicht weiter. Es ist und bleibt erst mal der Flop des Jahres 2011, was ja nicht heißt, dass da nicht noch ein Buch kommen mag, das schlechter ist.

 
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Geschrieben von - Januar 23, 2011 in Jugendbücher

 

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Beastly – Alex Flinn

Beastly – Alex Flinn

Baumhaus, 2010

978-3833938443

12, 99 €

Nachdem ich auf einem Blog auf die Frage gestossen bin, ob dieses Buch verfilmt werden sollte, war es an der Zeit endlich mal los zu lesen.

Kyle ist groß, blond und hat Geld. Dafür hat er einen Vater der oberflächlich ist und selbst Kyle denkt nur an Schönheit und Macht. Als eine Mitschülerin ihn verflucht, wird er zu einem Biest. Mit Klauen und Zottel am ganzen Körper traut er sich nun nicht mehr unter Menschen.

Nur der wahre Kuss einer wahren Liebe kann ihn noch retten, denn alle anderen aus seinem alten Leben lassen ihn fallen.

Ja, die gute, alte Geschichte von “Die Schöne und das Biest” wird hier neu erzählt. Ich habe mit Märchenadoptionen kein Problem, so lange sie gut geschrieben und nachvollziehbar sind.

Aber was Alex Flinn hier fabriziert hat, hat mich nur geärgert. Sie schreibt aus der Ich-Perspektive von Kyle. Das sollte zwar einen guten Einblick in die geschundene Psyche zulassen, aber trotzdem kam Kyle mir unnahbar vor und schien gewisse Dinge nicht ernst zu nehmen.

Die Autorin bemerkt in ihren Anmerkungen, dass sie die eigentliche Geschichte nicht rational findet, als ein liebender Vater seine Tochter einfach weg gibt. Aber ist es rationaler, dass die ganze Welt um Kyle nur schlecht ist? Schleimer-Freunde, Ekel-Vater, dumme Tussi? Ist es dann nicht gemein und hinterhältig gerade Kyle mit einem Fluch zu belegen?

Die Chatauszüge, haben mich auch nicht interessiert. Zwar bieten sie am Anfang einen guten EInstieg für Kyle und den Leser in die Geschichte, aber warum nimmt die Autorin gleich alle Verwandlungsmärchen mit ins Boot? Ich glaube kaum, dass es so einen Chat geben würde.

Zum Schluss noch eine Bemerkung: Oscar Wilde stirbt nicht im Gefängnis beim Absitzen seiner Strafe. Er kommt frei, ist fast mittellos und da schon krank, aber nicht tot. Ich finde es nicht gut, wenn in einem Buch falsche Tatsachen aufgegriffen werden.

Alles in allem bekommt dieses Buch einen Bücherpunkt von mir, weil die berühmte Rose gut eingebaut ist und es zum guten Willen zählt, das Märchen in die Jetzt-Zeit zu übersetzen.

Gleichzeitig will ich anmerken, dass ich mir das Biest ganz anders vorgestellt habe, als es im Trailer des Films dargestellt wird. Schließlich hat meine Bestie Krallen und Fell und nicht nur ein marmoriertes Gesicht! Ich werde mir den Film nicht angucken!

 
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Geschrieben von - Januar 13, 2011 in Fantasy, Jugendbücher

 

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