Wo ein bisschen Zeit ist …

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Wo ein bisschen Zeit ist …

Emil Ostrovski

FjB,2014

16,99 €

978-3841421609

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Der 18-jährige Jack Polovsky entführt seinen neugeborenen und zur Adoption freigegebenen Sohn, um ihn seiner dementen Großmutter zu zeigen. Und so gerät alles aus den Fugen. Er kauft ein Auto, holt seinen besten Freund Tommy und später auch die Mutter des Kindes dazu, und gemeinsam sind sie zwei Tage lang auf der Flucht vor der Polizei. Jack bespricht dabei schon mal die ganz großen Themen des Lebens mit seinem Sohn. Der heißt nämlich Sokrates – zumindest für Jack.

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DieProtagonisten

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Jack ist hier der Stern, um den die Jungs und Mädels Kreisen. Immerhin trommelt er seinen besten Freund und seine Ex zusammen und klaut vorher noch das Baby. Er ist völlig planlos, was in dieser Situation verständlich ist, aber das macht ihn nicht wirklich sympathischer.

Seine Freundin ist etwas älter als er und hat eine schwierige Entscheidung alleine getroffen. Hut ab dafür! Jack hingegen versteht so etwas gar nicht. Warum die beiden wirklich zusammen waren, kann ich nicht erkennen, aber das soll der Leser wahrscheinlich auch gar nicht. Im wahren Leben passieren solche Geschichten schließlich auch manchmal ohne Grund.

Sein bester Freund macht wirklich alles mit. Da hat Jack einen Guten gefunden. Ich fand ihn nett, er war auch teilweise recht lustig.

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Kulisse

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Die Kulisse ist ein sehr, sehr absurder Roadtrip. Nicht nur, dass die Protagonisten total verrückt sind, alles andere ist es auch. Ich bin nicht so der Roadtrip Typ, wollte dem Buch aber eine Chance geben.

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Handlung

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Es dreht sich alles um Jack und seine Kurzschlussreaktion. Eben zufällig Vater geworden, ist er überfordert, will aber seinem Kind wenigstens einen Abschied geben. Die Idee ist auch richtig nett von ihm, nur leider geht einiges schief und es ist nun mal eine Entführung. Mit an Bord sein bester Freund und seine Ex. Kann das gut gehen?

Im wahren Leben wohl erst recht nicht, im Buch ist es auch eine Art Odyssee. Das passt auch sehr gut zu Jack, der ja ein kleiner Philosophie-Fan ist. Was ich an der Geschichte mag, ist die Einbettung in Prolog und Epilog, denn über der absurden Geschichte hängt noch eine minimale Geschichte dran. Am Anfang war ich sehr irritiert, aber im Rückblick wird dann die Geschichte von Jack und Sokrates erzählt.

Ein Baby hat noch keine Stimme und keine Meinung, deswegen gibt es Gedankenspiele, die Vater und Sohn austragen. Wobei es im wahren Leben dann etwas anders aussieht ;) Diese Gedankenspiele drehen sich meist, um die wichtigen Fragen des Lebens und verschränkten sich mit Platon, Sokrates und Co. Wer noch so ganz unbedarft ist, wird sich an diesen Einschüben auch nicht stören, mir haben sie nicht gut gefallen. Erst einmal sind sie manchmal an wirklich wahnwitzigen Stellen eingebaut und dann sind manche Gedankengänge auch sehr, sehr vereinfacht wiedergegeben.

Der Roadtrip erinnert mich nun auch eher an eine Geschichte, die für Jungen geschrieben wurde. Ein weiblicher Touch fällt fast völlig und ich kann mich schlecht in die “werdende Vaterrolle” hineinversetzten. Zudem macht es mir die Sprache des Autors wirklich schwierig Gefühle herauszufiltern, denn sie ist sehr sperrig und holprig. Das mag vielleicht zu Jack passen, der ja an einem Scheideweg steht, aber so ganz nachvollziehen kann ich es nicht. 
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Diegestaltung

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Das Cover mag ich sehr. Es ist sehr Vintage und die Farbgebung ist auch toll. Es ist auch etwas absurd durch den Kinderwagen auf dem Truck, deswegen passt es auch gut zum Inhalt und verrät aber nicht zu viel. 579035_638779992813944_432554395_s

DieBewertung

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Leider bin ich mit Jack nicht warm geworden. Die Sprache kam mir sehr holprig vor und die Einschübe der Philosophie wirkten an manchen Stellen fehl am Platz.

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[FiloFaxing] Die neue Wochen und der neue “Kleine”

Hallo Ihr Lieben,

 

heute bekommt Ihr wieder einen FiloFaxing Beitrag. Dabei dreht sich alles um meine neu gestaltete Woche in A5 und um meinen neuen Kleinen. Ich habe mir überlegt, dass ich genau aufschreiben will, was ich so gelesen habe. Und was bietet sich dafür perfekt an? Ein Kalender. Ich habe mich für einen kleinen Pocket entschieden, der super pink mit Punkten ist ;) Da gestalte ich jetzt natürlich auch immer meine Woche.

Wer sich den Kleinen mal angucken möchte, ich habe ihn bei Facebook erworben. Aber regulär gibt es ihn für 13,95€ in der Drogerie Müller.

 

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Aber hier nun meine “kleine” Woche:

10613152_787405194639618_6433446405470922238_nBenutzt zum dekorieren habe ich:

Letzteres habe ich schon länger zuhause, die gibt es leider nicht mehr. Das Washi Tape gab es gestern noch bei Tschibo im Onlineshop. Sie hatten 25 Rollen heruntergesetzt, ich habe Euch mal in der Aufzählung die Sachen verlinkt!

Wer die Einlagen dieses Kalenders sucht, wird auch bei Müller fündig, dort kostet ein Jahr 7,95 €. Da werde ich mir wahrscheinlich auch mein neues Jahr kaufen ;) Gefällt er Euch?

 

Nun zur großen Woche. Ich habe immer drei Tage auf einer Seite und diesmal habe ich nicht einheitlich dekoriert, sondern einmal drei und noch mal drei. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Das ist Montag bis Mittwoch:

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Wie Ihr seht: alles im Zeichen des Fußballs. Wer Fußball Washi findet, darf sich gerne melden. So musste ich improvisieren, aber das ging auch.

Benutzt habe ich:

  • Washi (blau und gelb Tschibo) (gestreift: Action)
  • Fußballbilder sind selbst ausgedruckt
  • Sticky Notes (auch Action bzw. die Stifte von: Filoonja)

Ich wollte alles in Blau und Weiß, aber da André Dortmund Fan ist und wir beide Spiele gucken, durfte auch ein bisschen gelb hinein. Action hat leider keinen Onlineshop, ich fahre aber immer mal wieder hin, kann Euch was mitbringen oder auch gerne tauschen ;)

Donnerstag- Sonntag:

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Da bin ich herbstlich geworden!

Benutzt habe ich:

  • Rollstempel in Grün mit Girlandenmuster (Tschibo)
  • Blätterwashitape (Filoonja)
  • Eulensticker und Eichelsticker von Lidl
  • Acryl Stempel aus dem Aldi Süd
  • Fineliner aus dem Lidl

Fineliner und Sticker gibt es nicht mehr. Die Stempel hat mir eine liebe Facebookerin geschickt und ich liebe sie schon jetzt. Die Rollstempel gibt es noch. Leider sind sie so satt an Farbe, dass sie etwas durchdrücken. Aber in der nächsten Woche benutze ich einfach Tape am Rand ;) Die anderen Muster sind: Schleifen, Vögel und Blumen.

 

Und zu Schluss muss ich Euch noch eine ganz tolle Überraschungspost zeigen. Ich habe mich so gefreut, weil die liebe Karin mir sogar etwas von der Buchmesse mitgeschickt hat:

 

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Ganz viele Sticker, zwei tolle Karten und Tape und Sticky Notes. Ist das nicht schön? Wenn Ihr Karin mal besuchen wollt: http://chaosfabric.wordpress.com. Das war es diesmal. Diesen Sonntag will ich Euch mal meine Washi Tape Sammlung zeigen. Die ist schon ganz schön groß, obwohl ich erst angefangen habe :)

 

 

Wenn Du in deinem Leben einen anderen Weg einschlagen könntest …

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Die Achse meiner Welt

Dani Atkins

Knaur, 2014

978-3426515396

9,99 €

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Rachel ist hübsch und beliebt, als sie bei einem Unfall ihren besten Freund verliert und sich danach zurückzieht. Jahre später bekommt sie einen weiteren Schlag auf den Kopf und plötzlich ist ihre ganze Welt anders: ihr bester Freund ist nicht tot, sie hat ihren Traumjob und einen Verlobten!  Doch Rachel kann es nicht glauben und versucht den Knoten zu lösen …

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DieProtagonisten

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Sie sind alle Vorzeigeprotagonisten. Die schöne Rachel, die Selbstzweifel hat, weil ihr Freund noch viel hübscher und reicher ist. Der reiche Protz, der das unscheinbarere Mädchen nimmt, weil es die richtige Wahl ist und den anderen Mann ärgert, weil er weniger Geld hat. Und die Nebenbuhlerin, die Rachel nicht leiden kann, weil sie hat, was sie möchte. Es hört sich fast an wie eine Teenagercompo, die nie erwachsen wird. Tatsächlich ist es ein bisschen so. Dabei hatte ich ganz klar meine Favoriten, auch wenn Jimmy, Rachels bester Freund, fast zu perfekt ist.

Aber Matt? Wer mag denn den reichen Kotzbrocken? Oder die, die immer böse guckt? 579035_638779992813944_432554395_s

Kulisse

579035_638779992813944_432554395_sIrgendwie hat der Leser zwei Kulissen, obwohl sich in beiden etwas ähnliches abspielt. Ich habe mich gefreut, dass ich einige Menschen nicht betrauern musste und Weihnachtsszenen mag ich auch. Die Unterschiede zwischen den Kulissen (ich nenne sie mal so) sind so deutlich, dass jeder sich eine von beiden Möglichkeiten erwählen kann und auch den Unterschied merkt.

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Handlung

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… würdest Du es tun? Diese Frage schwebt über diesem Buch wie ein Damoklesschwert und diese Botschaft wird auch im gesamten Buch transportiert, angesprochen und am Ende (fast) beantwortet.

Bücher, die so eine wichtige Botschaft haben oder scheinbar haben, sind meist nicht ganz ausgereift und bringen mich durcheinander, denn oft erheben sie den Zeigefinger (kann ich nicht leiden) oder versuchen den Leser in eine Richtung zu drängen (kann ich erst recht nicht leiden). Aber diesmal sollte alles anders werden, denn viele Menschen waren von diesem Buch begeistern, die Sonne schien und es war meine Sonntagslektüre.

Tatsächlich mutet das gesamte Buch eher einer Liebesgeschichte au, auf die ich mich gerne einlasse. Rachel hat die Wahl im Leben zweimal: Welchen Mann nehme ich? Welchen Job nehme ich? Wie regieren ich, auf etwas das passiert ist? Sie hat die Wahl und irgendwie auch nicht, wie Ihr vielleicht beim Lesen gemerkt habt. Ich finde nämlich nicht, dass sie wirklich eine Wahl hat, denn nach dem zweiten Schlag, kann sie zwar einige Dinge ändern, aber für welchen Preis? Denn, dass alle denken sie ist verrückt und ihre Vergangenheit zu verlieren ist nicht wirklich schön. Manchmal passiert in der Geschichte recht wenig, dass wurde auch in anderen Rezension bemängelt und das kann ich auch bestätigen. Gestört hat es mich aber nicht, denn in diesen Momenten war es die Frage, die über allem steht, die in den Vordergrund rückte und manchmal dachte sogar Rachel in diesen Momenten einfach nur nach.

Was mich dann davon abhält die volle Punktzahl zu geben, sind zwei Kleinigkeiten, die auffallen. Die Protagonisten sind alle sehr klischeehaft gezeichnet, was an sich nicht schlimm ist, da es passt, aber doch etwas auffällt. Außerdem ist das Ende sehr, sehr einfach gewählt, da hätte ich mir etwas schöneres vorgestellt, dass mich vielleicht nicht so allein zurücklässt.

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Diegestaltung

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Das Cover hätte mich im Buchladen nicht angesprochen, aber ich bin auch niemand, der explizit den Laden für einen Liebesroman oder ähnliches betritt. Am Ende des Buches passt das Cover aber sehr gut.

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DieBewertung

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Ein Buch für die letzte Herbstsonne, für große Fragen und kleine Antworten. Wegen kleiner Mängel nur 4 Bücherpunkte:

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Der Liebe eine zweite Chance geben – Sommer in Sepia

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Sommer in Sepia

Marie Velden

dtv, 2014

978-3423215183

9,95 €

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Hinter der Fassade seines intakten Familien- und Berufslebens ist der 45-jährige Psychotherapeut Thomas Bachmann ein einsamer Mann. Die Ehe mit Veronika ist schal, seine Kinder gehen bereits eigene Wege, sein bester Freund stirbt. Erst die Begegnung mit der geheimnisvollen Florentine weckt verblasste Sehnsüchte und holt ihn zurück ins Leben.

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DieProtagonisten

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Thomas ist ein Mann, der sich anscheinend noch nie Gedanken über sein Leben gemacht hat. Will ich so Leben? Bin ich glücklich? Kleine Dinge bringen ihn neuerdings völlig aus dem Konzept und immer wieder entdeckt er, dass er seinen Patienten etwas predigt, was er selbst nicht einhalten kann. Dabei hätte sein Leben auch eine andere Wendung nehmen können. Vor allem die Konfrontation mit dem Tod lässt ihn aufhorchen und nachdenken.

Florentine muss eine nette und liebenswerte Frau sein, wenn sie nicht nur eine Figur wäre ;) Ich mag es, wie sie durch ihr Leben stürmt und mal schreitet. Sie behält ihren Schmerz bei und der Leser ist ganz nah dran, wenn sie beginnt damit anders umzugehen. Denn ein Leben muss nicht immer traurig bleiben …

Veronika und die Kinder von Thomas spielen zum Anfang eine eher kleine Rolle. Veronika ist mir gleich etwas unsympathisch, zeigt sie doch auf, was an Ehen falsch laufen kann. Die Kinder sind nur Randfiguren, aber als Setting sehr wichtig.

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Kulisse

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Eine große Stadt in der viele einsame Menschen wohnen, aber auch welche, die (fast) glücklich sind. Ich mochte die Beschreibungen des Blumenladens, der mir wie ein Kleinod vorkam. Das Familienleben von Thomas war dagegen sehr traurig und fade, aber auch diese Atmosphäre hat Marie Helden gut eingefangen. Ich bin immer wieder überrascht, wie sehr ich ihre kleinen, poetischen Sätze mag und sei es nur, sie redet über Musik aus dem Radio.

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Handlung

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Allzu viel darf ich gar nicht schreiben, denn wenn Ihr dann das Buch lest, hätte ich schon viel verraten. Ich kann Euch aber verraten, dass ich vom ersten Buch der Autorin “Lilienrupfer” zu Tränen gerührt war. Und jeder Leser kann mir sagen, was er will: wenn Dir das einmal passiert ist, möchtest du es beim nächsten Buch wieder. Die Erwartungshaltung war demnach sehr hoch. Das war die erste Anmerkung, die zweite ist, dass ich mit Büchern, in denen Protagonisten so um die 40 sind und in der Lebenskrise stecken, meist nichts anfangen kann, denn die Vorstellungen wollen noch nicht in meinen Kopf rein. Ich fühle mich dafür noch etwas “jung”, trotzdem weiß ich natürlich, dass ich irgendwann auch so alt sein werde.

Es ist die Geschichte von Thomas, Florentine und Veronika. Jede dieser Figuren bekommt eigene Kapitel, wobei Veronika erst ganz zum Schluss ihre Meinung dazugeben darf. Diese getrennten Kapitel haben der Geschichte das gewisse Etwas gegeben, denn so konnte der Leser manche Situationen zweimal erleben und merken, wie unterschiedlich die Gedanken dazu waren. Aber keine Angst: die Situationen, die sich überschneiden, sind bei der zweiten Person sehr kurz gehalten. Langweile gibt es also nicht.

Marie Velden erzählt sehr ruhig, Aufregung gibt es bei ihr nicht. Der Schmerz der Figuren kommt mitten aus dem Leben und dem Herzen. Immer wieder finde ich schöne Sätze, die wirklich poetisch sind und die es verdient haben, zweimal gelesen zu werden. Die Gefühle sind immer recht greifbar und sie werden gut erklärt, auch wenn sie nur unterschwellig wirksam sind.

Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt und beginnt mit Zitaten aus dem “Ebenholzturm” von John Fowler. Dieses Buch spielt im Verlauf eine kleine, aber nicht unbedeutende Rolle. Die Charaktere verändern sich im Laufe und nehmen den Leser mit auf eine Reise zu sich selbst. Dabei ist es auch wichtig, die Frage zu beantworten: Darf ich das, auch wenn ich jemandem Leid zufüge? Und wie gehe ich mit meinem persönlichen Leid um? Diese Fragen werden mit Sorgfalt und viel Gefühl eingestreut und zum Teil beantwortet. Letztendlich muss aber jeder selbst auf seine passende Antwort kommen.

Was mich davon abhält 5 Bücherpunkte zu geben, ist, dass ich zwar den Verlauf der Geschichte sehr mochte, mit dem Ende aber unzufrieden bin. Es war mir etwas zu makellos und zu Happy Ending, obwohl es noch nicht einmal zu 100 % ein Happy End ist. Das ist ein Punktabzug, den ihr verschmerzen könnt, denn das Buch ist wirklich schön und eine nette Lektüre, die das Herz auf eine andere Art berührt. 
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Diegestaltung

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“Sommer in Sepia” hat ein schönes, schlichtes Cover. Die Blumen haben eine Bedeutung, die dem Roman zuspielt und auch darin eine Rolle spielen. Die Farbe erinnert wirklich an Sepia – also würde ich sagen: alles richtig gemacht.

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DieBewertung

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Es war schön, es war still und es war ein Sommer mit vielen Veränderungen. Aber das Ende war mir etwas zu elegant und deswegen gibt es nur:

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[Dieses und Jenes] Bücherüberfall!!

 

Mit den meisten Büchern habe ich diese Woche gar nicht gerechnet. Gestern kam ich nach Hause und da lag ein Hermespaket. Da wusste ich die Ajum hat mir geschrieben, das kam aber ganz unerwartet.

Ich habe diese Woche auch noch neue Dinge für meinen Filofax gekauft, aber das zeige ich Euch gesondert ;) Ich wünsche Euch schon mal ein schönes Wochenende, denn ich muss heute noch arbeiten. Aber den Sonntag, da wird nur gelesen ;)

Neuzugänge:

Gewonnen & Getauscht:

 

 Diese Woche nichts.

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Gekauft & RE:

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Anders – Andreas Steinhöfel 

Die Anarchie der Buchstaben – Kate de Goldi 

Über beide Bücher habe ich mich wahnsinnig gefreut!

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Winterapfelgarten – Brigitte Kanitz 

Der Junge muss an die frische Luft – Hape Kerkeling 

Killing Butterflies – M. Anjelais 

Nolde und ich – Hans Christoph Buch 

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Die Ajum Bücher:

Parkour – Andreas Rings

Hatte ich überhaupt nicht auf der Liste, aber bin mal gespannt.

Entzückung mit Perückung – Alan MacDonald

Pink und so süß <3

Mausige Weihnachten – Geronimo Stilton  

Kinderweihnachtsbuch, was will ich mehr? 

Beware the Pickpockets! – Luise Hartmann 

Ein englisch/deutsch Buch.

Die Unbarmherzigen – Vega 

Das habe ich schon bei einigen Bloggern gesehen ;) 

 


E-Books, es ist schon fast wie eine Sucht:

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Für immer vereint – Violet&Luke – Jessica Sorensen 

Das fehlte mir noch *.* 

Zwei Herren am Strand – Michael Kohlmeier

Mal etwas anstrengendere Lektüre.

Erwin, Mord und Ente – Thomas Krüger

Eine Kommilitonin fand das sehr gut.

Raum 213 (4) – Amy Crossing

Und schwups hab ich sie alle. 

Höllenküsse – diverse

Arena Thriller müssen einfach immer sein.

Saving Phoenix – Jessica Sterlington

Da habe ich mal einfach zugegriffen.

Was geschah tatsächlichen Peru? – Cassandra Clare

Eigentlich ist die Autorin nicht mein Ding, aber jeder hat eine zweite Chance verdient.

Blind Walk – Patricia Schröder

Das mochten anscheinend viele. 

Zum Glück Pauline – David Foenskinos

Und noch mal ein Versuch mit dem Autor ;) 

Room 213 (3) – Amy Crossing

:)

Wild Cards – diverse  

Da bin ich wirklich gespannt drauf! 

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Habt Ihr davon auch schon etwas im Schrank? Oder freut Ihr euch auf einen Titel?

Schönen Sonntag!

Kann mich “Vor uns das Leben” begeistern?

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Vor uns das Leben

Amy Harmon

Ink, 2014

978-3863960735

14,99 €

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Ambrose, der Star der Highschool, der Held einer ganzen Stadt. Er scheint alles zu haben – und doch kämpft er mit Problemen, die der Außenwelt verborgen bleiben. Bailey, der Junge im Rollstuhl. Er ist krank, weiß, das er sterben wird. Und er lebt jeden Tag seines Lebens, als wäre es sein letzter. Fern, die schlau ist, aber nicht hübsch, und trotzdem in allem um sich herum das Schöne erkennt. Fern, Bailey und Ambrose. Drei Jugendliche in einer Kleinstadt in den USA, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Drei Jugendliche, die dachten, sie wüssten, was das Leben für sie bereithält. Und denen das Schicksal in die Quere kommt …

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DieProtagonisten

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Unterschiedlicher können die Protagonisten nicht sein. Es ist natürlich so angelegt, dass sich der Leser wahrscheinlich einen Liebling heraussucht und sich mit diesem auf seine intensive Lebensreise begibt.

Im eigentlichen Fokus, so kam es mir vor, steht Fern. Sie ist das Bindeglied zwischen Bailey und Ambrose, was im Laufe der Geschichte sehr deutlich wird. Sie denkt selbst von sich, dass sie nicht schön ist und es nie sein wird, denn ihre Mutter sagt einmal so etwas zu ihr. Fern ist sehr schüchtern und nimmt manchmal alles auf sich, um für Bailey da zu sein. Ob das ein Leben ist, muss der Leser selbst entscheiden, denn sogar ihre Eltern meinen, sie ist geboren um Bailey auszugleichen.

Bailey hat mir sehr gut gefallen. Er ist ein schlauer Bursche, der einfach arm dran ist und wenigstens nicht immer nach Gott fragt. Das hat mir in diesem sehr amerikanischen Buch noch gefehlt. Seine Einstellung zum Leben kommt sehr gut zur Geltung, auch wenn ich nicht immer einverstanden bin, wie er in Szene gesetzt wird.

Ambrose ist das Gegenteil der beiden, aber ob er das sein will? Auch er streitet sich mit sich selbst und um seinen Platz im Leben. Alle Protagonisten haben das Alter, in dem ihnen alle Wege offen stehen und dieser Umstand überfordert manchmal sehr. Trotzdem hatte ich immer das Gefühl, sie sind alle viel jünger als sie tatsächlich sind.

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Kulisse

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Amerikanische Kleinstadt mit all ihren Mythen und Legenden, die wir auch aus Hollywoodfilmen kennen. Es gibt den Sportfreak, der Zweifel hat, das nicht so hübsche Mädchen und den im Rollstuhl, der immer in der ersten Reihe sitzen darf. Es erinnert mich wirklich an einen dieser Highschool Filme und das ist nicht wirklich böse gemeint, denn das Buch versucht wirklich etwas zu vermitteln. 579035_638779992813944_432554395_s

Handlung

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Meine Rezension beginnt heute mit dieser Frage oben, denn ehrlich gesagt, weiß ich bis heute nicht, was ich von dem Buch halten soll. Es ist nicht das Handwerk, was mir zu schaffen macht, sondern der dargebrachte Inhalt, die versteckten Gedanken und und und. Einige werden meine Gedankengänge nicht verstehen und ich werde sie so vorsichtig wie möglich formulieren, möchte aber schon einmal sagen: Ich will niemanden angreifen, verstehe jede Trauer und allen Ernst in bestimmten Lagen. Nur die Konsequenzen stoßen mir manchmal auf.

Drei Jugendliche, deren Leben sich verbindet. Erst langsam und zaghaft erinnern sie sich an Bande, die mal zwischen ihnen herrschten oder die komisch entstanden waren. Sie sind auf den ersten Blick kein Freundetrio, am Anfang erst ein Paar und am Ende könnte ich von Trio sprechen.

Es ist die Entwicklung der Drei, die der Leser beobachtet und dabei stehen Ferns Selbstvertrauen, Baileys Krankheit nebst Todesangst und Ambrose Leistungsdruck  im Vordergrund. Ambrose ist auch derjenige, der mein Problemthema aufwirft.

Ich sage es Euch einfach und wenn ihr meint dies ist ein Spoiler, dann tut es mir wirklich leid. Es geht auch um die Geschehnisse am 11. September. Dieser Inhalt des Buches kam für mich sehr überraschend. Thematisiert wird er vor allem durch den Gedanken, der seit damals oft vorherrscht: “Ich will etwas für mein Vaterland tun.” Dieser Gedanke ist nicht falsch, hätte aber in dem Buch nicht sein müssen. Unterschwellig fühle ich mich nicht angegriffen, dass wäre zu viel gesagt, aber es wird immer in die große Wunde der USA hinein gestossen und wir alle wissen, dass das wirklich schlimm war. Wir erinnern uns alle daran. Aber mir kam auch der Gedanken, wenn es immer wieder Bücher darüber gibt, kommt dann alles mal zur Ruhe? Nein, kommt es nicht. Und ich rede hier nicht davon, dass irgendwer aufhören soll daran zu denken, es sogar zu vergessen und nicht mehr für sein Vaterland einzustehen, sondern einfach nur an die Idee weniger pathetisch darüber zu reden und immer wieder den Leser mit der Nase auf das damalige Schreckliche zu stoßen und zu sagen: “Das ist uns passiert – nicht Euch!” Dieses Gefühl hatte ich leider.

Noch dazu kommt, dass es am Ende eine Szene gibt, die man wirklich Heldentod nennen kann. Auch das empfand ich als sehr übertrieben. Ich hätte mir einen ruhigeren Tod gewünscht, der viel authentischer gewesen wäre, als dieser.

Durch den Pathos und dieses Gefühl immer mit Schuld zu sein und es nicht erlebt zu haben, konnte ich mich nicht richtig auf Fern und Co. einlassen. Das tut mir sehr leid.

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Diegestaltung

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Das Cover verspricht Hoffnung, Leben und ein bisschen Freude. Der Roman an sich soll diese Dinge wohl auch versprühen. Den Originaltitel “Making Faces” finde ich fast bedeutungstragender als den deutschen Titel.

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DieBewertung

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Es war die Art und Weise, wie die Autorin immer wieder auf das Schicksal und die grausame Welt hingewiesen hat, die mir das Gefühl gab, in der Geschichte nicht Zuhause zu sein. Ich, als einzelner Mensch kann dem Schicksal begegnen und die Drei erst recht, aber es war mir zu viel Pathos und zu viel Patriotismus, der unterschwellig wirkte.

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